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Abdulrazak Gurnah / Großbritannien, Tansania

Ferne Gestade

Entdecken Sie eine weitere Facette des vielschichtigen Werks von Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah: Die verschlungene Lebens- und Fluchtgeschichte zweier Menschen aus Sansibar – ergreifend, zeitlos und so wahrhaftig wie das Leben selbst

Es ist ein später Novembernachmittag, als Saleh Omar auf dem Flughafen Gatwick landet. In einer kleinen Tasche, dem einzigen Gepäck, das der Mann aus Sansibar bei sich trägt, liegt sein wertvollster Besitz: eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Eben noch war Omar Inhaber eines Geschäftes, er besaß ein Haus, war Ehemann und Vater. Jetzt ist er ein Asylbewerber, und Schweigen ist sein einziger Schutz. Während Omar von einem Beamten ins Verhör genommen wird, lebt nicht weit entfernt, zurückgezogen in seiner Londoner Wohnung, Latif Mahmud. Auch er stammt aus Sansibar, hatte jedoch bei der Flucht aus seiner Heimat einst den Weg über den »sozialistischen Bruderstaat« DDR gewählt. Als Mahmud und Omar Jahre später in einem englischen Küstenort aufeinandertreffen, entrollt sich beider Vergangenheit: eine Geschichte von Liebe und Verrat, von Verführung und Besessenheit, und von Menschen, die inmitten unserer wechselvollen Zeit Sicherheit und Halt suchen. Ein differenzierter Blick auf die Themen Exil und Erinnerung, so bewegend wie meisterhaft erzählt.

Im Original 2002 erschienen, wurde »Ferne Gestade« für den Booker-Preis nominiert. Jetzt liegt der Roman erstmals wieder in der Übersetzung von Thomas Brückner auf Deutsch vor, durchgesehen und mit einem erläuternden Glossar.

»Von den ersten Zeilen an weiß man, dass man sich in den Händen eines echten Schriftstellers befindet, eines Menschen, der etwas über die Welt zu sagen hat.« The Observer
Roman, 416 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Thomas Brückner
Verlag: Penguin, ISBN: 978-3-328-60260-6
Erscheinungsdatum: 14.03.2022

Abdulrazak Gurnah / Großbritannien, Tansania

Das verlorene Paradies

Weltempfänger 54 / Frühjahr 2022

Endlich wieder in deutscher Übersetzung lieferbar: das Buch, mit dem Abdulrazak Gurnah der Durchbruch gelang

Ostafrika, Ende des 19. Jahrhunderts: Der zwölfjährige Yusuf führt mit seiner Familie ein einfaches Leben auf dem Land. Als der Vater sich mit seinem kleinen Hotel verschuldet, wird Yusuf in die Hände von Onkel Aziz gegeben und landet im lebhaften Treiben der Stadt, zwischen afrikanischen Muslimen, christlichen Missionaren und indischen Geldverleihern. Die Gemeinschaft dieser Menschen ist alles andere als selbstverständlich und von subtilen Hierarchien bestimmt. Yusuf hilft in Aziz‘ Laden und bei der Pflege seines paradiesisch anmutenden Gartens. Doch als der Kaufmann ihn auf eine Karawanenreise ins Landesinnere mitnimmt, endet Yusufs Jugend abrupt. Die gefährliche Unternehmung bringt Krankheit und Tod und zeigt allen Teilnehmern schmerzhaft, dass die traditionelle Art des Handels keine Zukunft mehr hat. Was Yusuf erlebt, lässt ihn erwachsen werden. So verliebt sich der junge Mann nach seiner Heimkehr kopfüber, aber er und alle um ihn herum werden brutal mit der neuen Realität der deutschen Kolonialherrschaft konfrontiert.

Einfühlsam, lebendig und in leichtem, humorvollem Ton, erzählt Abdulrazak Gurnah in »Das verlorene Paradies« vom Erwachsenwerden in Zeiten des kolonialen Umbruchs. Im Original 1994 erschienen, stand der Roman u.a. auf der Shortlist des Booker Prize und stellte für Gurnah den Durchbruch als Schriftsteller dar. Jetzt ist er endlich wieder in der Übersetzung von Inge Leipold auf Deutsch zu lesen.


Roman, 336 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Inge Leipold
Verlag: Penguin, ISBN: 978-3-328-60258-3
Erscheinungsdatum: 07.12.2021

Bestellenlieferbar

Abdulrazak Gurnah / Tansania

Donnernde Stille

Roman, 270 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Helmuth A. Niederle
Originaltitel: Admiring Silence
Verlag: edition KAPPA, ISBN: 3-932000-50-1
Erscheinungsdatum: 10.2000

Abdulrazak Gurnah / Tansania

Ferne Gestade

Roman, 408 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Thomas Brückner
Originaltitel: By the Sea
Verlag: edition KAPPA, ISBN: 3-932000-64-1
Erscheinungsdatum: 01.2002

Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.

Abdulrazak Gurnah / Tansania

Schwarz auf Weiss

Gestrandet im England der siebziger Jahre, heimgesucht von Erinnerungen an Sansibar und ohne Aussicht auf Heimkehr, mittellos und ausgegrenzt, sucht Daud Zuflucht im Reich der Phantasie, erfindet sich Geschichten und schreibt Gedankenbriefe an Freund und Feind. Mit Selbstironie und schwarzem Humor hält er sich seelisch über Wasser. Bis er eines Tages Catherine begegnet, der Schwesternschülerin, mit der er zum ersten Mal die Chance sieht, in der Fremde Heimat zu finden, und gleichzeitig erkennt, dass er sich den Schrecken der Vergangenheit und der Gegenwart stellen muss. Gurnahs Geschichte einer Liebe, getragen von der Hoffnung auf ein mögliches Miteinander aller Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, ist ein Plädoyer für die Toleranz und eine Abrechnung mit dem alltäglichen Rassismus, - ernst, doch ohne Bitterkeit, von hintersinnigem Humor und feiner Ironie.
Roman, 332 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Thomas Brückner
Originaltitel: Pilgrims Way
Verlag: A1 Verlag, ISBN: 3-927743-72-0
Erscheinungsdatum: 09.2004

Abdulrazak Gurnah / Tansania

Das verlorene Paradies

Roman, 336 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Inge Leipold
Originaltitel: Paradise
Verlag: Krüger, Frankfurt a.M., ISBN: 3-8105-0888-8
Erscheinungsdatum: 1996

Abdulrazak Gurnah / Tansania

Das verlorene Paradies

Roman
übersetzt von Inge Leipold
Originaltitel: Paradise
Verlag: Fischer TB, Frankfurt a.M., ISBN: 3-596-14058-7
Erscheinungsdatum: 10.1998

Abdulrazak Gurnah / Tansania

Abtrünnig

Roman, 350 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Stefanie Schaffer-de Vries
Originaltitel: Desertion
Verlag: Berlin Verlag, ISBN: 3-8270-05787-7
Erscheinungsdatum: 2006

Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.

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