Bei Litprom e.V. dreht sich seit mehr als 40 Jahren alles um Bücher und Autor*innen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt, denn wir wollen sie im deutschsprachigen Raum bekannt machen.
Litprom verbindet Kulturinstitutionen und Akteur*innen wie Verlage, Übersetzer*innen und Kritiker*innen und ermöglicht literarische Begegnungen zwischen dem Lesepublikum und den diversen Stimmen des Globalen Südens. 

Mehr erfahren / Kontoverbindung für Spenden

Apology to Adania Shibli

A message with this wording has been sent to Adania Shibli on October 15, 2023, on behalf of Litprom board and team. We would like to hereby share its content publicly.

We would like to formally apologise to Adania Shibli for the difficulties that have arisen for her in connection with the planned presentation of the Liberatur Prize.

It was never our intention to question the awarding of the prize to Adania Shibli. We firmly reject the accusations and defamations made against her and her book in parts of the press as unfounded.

With the escalation of the war between Israel and Hamas and against the background of the polarising situation in Germany as well, we thought it right to hold the award ceremony at a different time in a less politically charged atmosphere — also to avoid possible disturbances or even attacks on Adania Shibli’s person. It should be noted that there was never any question of cancelling the award or even withdrawing it altogether! We considered this to have been agreed with the author when we made the decision public. This was a misunderstanding and mistake, as we later realised.

We would now like to reconsider together with the author in what form we can hold the award ceremony for Adania Shibli’s important book as soon as possible in a dignified manner appropriate to her work, taking into account what has happened and the unbearable situation in the world.

Litprom e.V. board & team

Published on Januray 17, 2024.

Mehr zum LiBeraturpreis

Preis der Literaturhäuser 2024 an Fiston Mwanza Mujila

Der Preis der Literaturhäuser 2024 geht an Fiston Mwanza Mujila. Er wird damit als Autor geehrt, der sich in hohem Maße um den einmaligen Charakter von Literaturveranstaltungen verdient macht. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird im Rahmen einer Veranstaltung auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

Fiston Mwanza Mujila, 1981 in Lubumbashi (Kongo) geboren, lebt und arbeitet seit Jahren in Graz, schreibt Lyrik, Prosa und Theaterstücke und unterrichtet Literaturen afrikanischer Länder an der Universität Graz. Für seinen 2016 erschienenen Debütroman »Tram 83« erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Zuletzt erschien 2022 »Tanz der Teufel«. Beide Romane erschienen, übersetzt von Katharina Meyer und Lena Müller, bei Zsolnay.

»Tanz der Teufel« stand im Herbst 2022 auf der Bestenliste Weltempfänger Nr. 56.

Toller Veranstaltungshinweis:

Samstag, 9. März in Mainz: Die Autorin Eymard Toledo präsentiert ihr neues Buch

Die Litprom-Bestenliste »Weltempfänger«​​ Nr. 61

Die sieben besten Bücher für einen abwechslungsreichen Lese-Winter 2023/2024

Geistergeschichten aus Südkorea, Romane aus Israel, Mosambik, Simbabwe und Kolumbien, dazu Poesie aus Argentinien: Der Weltempfänger 61 hält sieben überraschende Empfehlungen für die dunkle Jahreszeit und zu Weihnachten bereit.

Auf Platz 1: »Ein Flüstern aus der Mauer« (Ü. Jung Youngsun u. Herbert Jaumann) des südkoreanischen Autors Lim Chul Woo, der die Geister auf der Insel Jeju sprechen lässt.

Die Bestenliste Nr. 61 als PDF herunterladen 
Die gesamte Bestenliste ansehen

Preisverleihung LiBeraturpreis 2023

16. Oktober 2023

Aufgrund des durch die Hamas begonnenen Kriegs, unter dem Millionen Menschen in Israel und Palästina leiden, hat sich der Organisator Litprom e.V. entschlossen, die geplante Preisverleihung des LiBeraturpreises auf der Frankfurter Buchmesse abzusagen. Litprom sucht nach einem geeigneten Rahmen der Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt.
Die Preisvergabe an Adania Shibli stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Die in Teilen der Presse erhobenen Vorwürfe und Diffamierungen gegen die Autorin und den Roman weist Litprom entschieden und als inhaltlich nicht begründet zurück.

Due to the war started by Hamas, under which millions of people in Israel and Palestine are suffering, the organiser Litprom e.V. decided to not hold the award ceremony of the LiBeraturpreis at the Frankfurt Book Fair. Litprom is looking for a suitable format and setting for the event at a later point.
Awarding the prize to Adania Shibli was never in question. Litprom firmly rejects the accusations and defamations made against the author and the novel in parts of the press as unfounded.

Mehr Informationen

Der ​​Kolibri 2023/24

Kulturelle Vielfalt in Kinder- und Jugendbüchern

»Kolibri« trägt mit seiner kritischen Auswahl zur Debatte über Vielfalt in der Kinder- und Jugendliteratur bei und regt junge Menschen an, aktuelle Themen, Kulturräume und Lebenswelten literarisch zu erkunden.
Die ausführlichen Besprechungen unterstützen bei der Auswahl für Bibliothek, Schule und Familie. Das aktuelle Verzeichnis wird ergänzt durch eine umfangreiche Online-Datenbank: www.baobabbooks.ch/kolibri

70 Leseempfehlungen, 92 Seiten Hrsg. Baobab Books, Basel, 2023 ISBN 978-3-907277-18-8 € D 5,00/€ A 5,20

Erhältlich im Buchhandel oder beim Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V., bestellung@jugendliteratur.org www. jugendliteratur.org

Weitere Informationen auf der Website von Baobab Books

Khaled Khalifa gestorben

Nachrufe auf den syrischen Autor von Lena Bopp und Cornelia Wegerhoff

»In Diktaturen ist nicht alles tapfer. Er aber war es: Zum Tod des oppositionellen syrischen Schriftstellers Khaled Khalifa«. Von Lena Bopp. Lesen auf faz.net

»Mit 59 Jahren ist in Damaskus Khaled Khalifa gestorben, einer der wichtigsten Autoren der arabischen Moderne. In Syrien selbst waren seine regimekritischen Bücher verboten. Er blieb trotzdem und träumte von Demokratie«, berichtet Cornelia Wegerhoff. Hören auf WDR5 Scala

Werke des Autors in Quellen
Khaled Khalifa auf der Bestenliste »Weltempfänger«

Der LiBeraturpreis 2023 geht an Adania Shibli

Die palästinensische Autorin erhält die Auszeichnung für ihren Roman »Eine Nebensache«, aus dem Arabischen übersetzt von Günther Orth, erschienen im Berenberg Verlag.

Nominiert waren 13 Autorinnen, deren Werke 2022 auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger empfohlen wurden. Aus dieser Longlist wählte die Jury sechs Shortlist-Titel aus, die am 14. Juni im Haus am Dom in Frankfurt präsentiert wurden. Anschließend wurde die Preisträgerin öffentlich bekanntgegeben.
Wer nicht dabei sein konnte: Hier den Mitschnitt auf YouTube schauen

Die Jury begründet ihre Wahl: »Gleichsam präzise und behutsam entwirft die palästinensische Autorin Adania Shibli mit »Eine Nebensache« ein formal wie sprachlich streng durchkomponiertes Kunstwerk, das von der Wirkmacht von Grenzen erzählt und davon, was gewalttätige Konflikte mit und aus Menschen machen. Mit großer Wachsamkeit richtet sie ihren Blick dabei auf die kleinen Details, die Nebensächlichkeiten, die es uns erlauben, die alten Wunden und Narben zu erblicken, die hinter der Oberfläche liegen.«

Vollständigen Beitrag lesen

Sonderausgabe der Bestenliste »Weltempfänger«

Im Fokus dieser Sonderausgabe aus dem aktuellem Anlass der anhaltenden Proteste und deren brutaler Niederschlagung durch das Mullah-Regime steht der Iran.
Direkt zur Sonderausgabe


Weltempfänger SPEZIAL

Normalerweise liegt der Fokus auf dem Globalen Süden — diese Sonderausgabe anlässlich des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine richtet den Blick nach Osteuropa. Aktive und ehemalige Juror*innen geben persönliche Lese-Empfehlungen.

Bundesverdienstkreuz für Wehrheimer Literaturvermittlerin Anita Djafari

...und Litprom durfte live dabei sein! Herzlichen Glückwunsch, Anita!

Angela Dorn, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, hat Anita Djafari am 21. Juni für ihre herausragenden Leistungen in der Literatur das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. »Wir brauchen alle klugen und kreativen Köpfe, um unsere Gesellschaft zu bereichern. In der Literatur bedeutet das auch, dass wir ihnen helfen, Entfernungen und sprachliche Hürden zu überwinden. Dieser Mission hat sich Anita Djafari verschrieben und vor allem mit dem Verein Litprom umgesetzt«, so Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn.

Ganze Meldung auf wissenschaft.hessen.de lesen

Willkommen / Mach mit!

Eine Mitgliedschaft bei Litprom e.V. steht allen Interessent*innen offen. Wir freuen uns über jedes neue Vereinsmitglied und damit über die Erweiterung der »Community« der Weltliteraturfans.
Seit 2021 gibt es unsere vergünstigte »Mach mit-Mitgliedschaft« — sie ermöglicht allen, sich bei Litprom einzubringen.

Vorbereitungen für den Ehrengastauftritt 2025

Übersetzungsförderung für philippinische Literatur: Das Programm ist gestartet

Die philippinischen Behörden bereiten sich auf die Teilnahme der Philippinen als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2025 vor.
Das Übersetzungsförderungsprogramm ist ein zentraler Bestandteil des Auftritts. Die erste Förderrunde ist bereits gestartet.

AKTUELL: Korea, Kolonialismus und die Kunst des Übersetzens —​ Über »​DMZ Kolonie«​ von Don Mee Choi

Der PODCAST »Auf Weltempfang«​​

Seit März gibt es spannende Gespräche mit Übersetzer*innen und Weltempfänger-Juror*innen über die Herausforderungen beim Übersetzen von Literatur aus dem globalen Süden, die Arbeit der Übersetzer*innen und die Bücher, die hier erscheinen.
Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Episodenübersicht

AKTUELL: Episode 13
Korea, Kolonialismus und die Kunst des Übersetzens — Über »DMZ Kolonie« von Don Mee Choi
Wie übersetzt man einen Gedichtband voller Assoziationen und verschiedener Materialien? Wie findet man Begriffe mit passenden Vokalen? Und hilft es bei einer Lyrikübersetzung, wenn man selbst Lyrikerin ist? Darüber spricht Sonja Hartl mit der Lyrikerin und Übersetzerin Uljana Wolf und dem Poesie-Experten und Weltempfänger-Juror Timo Berger am Beispiel von Uljana Wolfs Übersetzung von Don Mee Chois Lyrikband »DMZ Kolonie« aus dem Englischen.

Episode anhören

Helon Habila ist Curator in Residence des 24. internationalen literaturfestival berlin

Das internationale literaturfestival berlin wird künftig mit einem Curator in Residence arbeiten. Er oder sie verantwortet Veranstaltungen bzw. Einladungen und wird gemeinsam mit der Festivalleiterin und dem Team ein Leitthema für das ilb entwickeln, sowie während des Festivals in Berlin sein. Eine international besetzte Auswahlkommission hat für 2024 den nigerianischen Autor Helon Habila ausgewählt.   

Weiterlesen auf der Seite des ilb

Kennt Ihr schon unseren Instagram-Kanal? www.instagram.com/litprom_ev

Die neue Folge unseres Podcasts "Auf Weltempfang - Globale Literaturen übersetzen" ist online: Korea, Kolonialismus und ...
Zurück aus der Winterpause - in der ich natürlich gelesen habe! Und zwar u.a. diesen Roman: "Fische, die in Sonnensprenk...
Heute erscheint eine neue Folge unseres Podcasts "Auf Weltempfang - Globale Literaturen übersetzen"! Wie überträgt man W...
Ein Buchtipp von Katharina Borchardt:
"Freund weg, Job weg: Die 25-jährigen Erzählerin Takako weiß nicht mehr weiter und...
Ein Buchtipp von Katharina Borchardt: Wei Jie & Li Xiaoguang: „Damals, im Sommer. Ein Bilderbuch aus China“. Baobab.

Ab...
So schön war es am 1. Dezember bei den @stuttgarter_buchwochen: eine Veranstaltung zu Litprom, zum Weltempfänger und vor...

Sheikh Zayed Book Awards

Übersetzungsförderung für Award-Titel und Titel der Shortlists

Für Werke der Sheikh Zayed Book Award-Preisträger*innen und für alle Nominierten stehen weiterhin großzügige Zuschüsse zur Verfügung. Die Tourismus- und Kulturbehörde von Abu Dhabi unterstützt Verlage in Europa bei der Veröffentlichung der mit dem Sheikh Zayed Book Award ausgezeichneten Titel in den Kategorien »Literatur«, »Nachwuchsautor*in« sowie »Kinder- und Jugendbuch« mit einem attraktiven Förderprogramm. Achtung: Das Programm kann auch für Titel der Shortlists genutzt werden.

Aktueller Titel: Jose Dalisay (Philippinen): »Last Call Manila«

Büchergilde-Lesekreis am 21. Februar!

Roman. Aus dem Englischen von Niko Fröba. Büchergilde Weltempfänger Band 12. Flexcover, Kopffarbschnitt, Lesebändchen, 216 Seiten, Buchgestaltung von Cosima Schneider.

»Aurora V. Cabahug« — so steht es auf dem Namensschild an dem Zinksarg, der am Manila Airport ausgeladen wird. Allerdings ist Aurora als Nachtclubsängerin »Rory« quicklebendig: Es war ihre Schwester, die mit geliehenem Pass als Dienstmädchen in Saudi-Arabien arbeitet. Und nun ist sie tot.

Bei der Büchergilde gibt es einen digitalen Lesekreis. Beim nächsten Treffen am 21. Februar um 19:00 Uhr geht es um »Last Call Manila«! Büchergilde–Lesekreis

Buchmesse-Highlight für uns:

Die japanische Erfolgsautorin Sayaka Murata zu Besuch bei Litprom

Am Messe-Samstag sorgten Sayaka Murata, Autorin des Bestsellers »Die Ladenhüterin« (Übers. Ursula Gräfe) und die Moderatorin Katharina Borchardt (freie Kritikerin und Literaturredakteurin des SWR2, Jurorin der Bestenliste Weltempfänger) für volles Haus im »Frankfurt Pavilion«, einer großen Bühne auf dem Freigelände der Messe.

Das Gespräch steht als Aufzeichnung auf dem YouTube-Kanal der Buchmesse zur Verfügung.

Anschließend erlebten wir einen überwältigenden Ansturm bei der Signierstunde an unserem Stand. Ein voller Erfolg. Anke Kluß hat schöne Fotos gemacht.

Und die neue Podcastfolge ist ebenfalls auf der Messe mit Sayaka Murata und ihrer Übersetzerin Ursula Gräfe entstanden.

Litprom-Broschüre mit Empfehlungen philippinischer Gegenwartsliteratur: »EIN HOTSPOT GLOBALER KULTUR«

Liegt nun auch als Printbroschüre vor und kann angefordert werden

Aus dem Zusammenwirken mit einem Expert*innenteam ist diese tolle Auswahl mit zur Übersetzung empfohlenen Titeln entstanden, die wir allen Verlagen ans Herz legen möchten.
Enthalten sind 11 Neuentdeckungen mit ganz unterschiedlichen Themen. Neben Romanen sind auch zwei Graphic Novels dabei. Bis auf einen Roman auf Tagalog ist die Originalsprache jeweils Englisch. 

Bitte beachten: Die Titel »Soledad's Sister« und »Alandal« sind nicht mehr verfügbar! Bereits erfolgreich vermittelt und auf Deutsch erschienen.

Broschüre ansehen und mehr erfahren

Immer auf dem Laufenden mit dem Litprom-Newsletter

Erscheint 1-2 Mal im Quartal. Kostenlos.

Jetzt abonnieren