Übersetzungsförderung

Übersetzungsförderungsprogramm

für Belletristik aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt und der Türkei

Seit 1984 ist Litprom Anlaufstelle für die Förderung von Übersetzungen belletristischer Werke aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt ins Deutsche. Das Programm soll den literarischen Kulturaustausch anregen und verstärken sowie die Veröffentlichung wichtiger Werke zeitgenössischer Autor*innen aus den genannten Weltregionen befördern. Seit April 2017 können deutsche Verlage auch geplante Übersetzungen aus dem Türkischen einreichen.
Autor*innenpflege seitens der Verlage ist uns dabei ebenso wichtig wie die Unterstützung von Autor*innen, deren Werke bislang im deutschsprachigen Raum wenig bis (noch) gar nicht bekannt sind.

Das Programm wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Schweizer SüdKulturFonds finanziert.


Geförderte Titel 2020

Im Winterdurchgang 2020 fördert Litprom Übersetzungen für Literatur aus Afrika, Lateinamerika und der arabischen Welt. Deutsche und Schweizer Verlage reichten insgesamt siebzehn Anträge ein. Davon wurden neun von der Übersetzungsförderungs-Jury bewilligt. Die Mittel kommen vom Auswärtigen Amt und vom SüdKulturFonds der Schweiz.

Folgende Titel erhalten eine Förderung:

  • Kaouther Adimi (Algerien): »Dezemberkinder«. Aus dem Französischen übersetzt von Regina Keil-Sagawe. Lenos. (SüdKulturFonds)
  • Fernando Contreras Castro (Costa Rica): »Única blickt aufs Meer«. Aus dem Spanischen übersetzt von Birgit Weilguny. Maro. (AA)
  • Álvaro Enrigue (Mexiko): »Jetzt ergebe ich mich, und das ist alles«. Aus dem Spanischen übersetzt von Carsten Regling. Blessing. (AA)
  • Helon Habila (Nigeria): »Reisende«. Aus dem Englischen übersetzt von Susann Urban. Das Wunderhorn. (AA)
  • Cai Jun (China): »Rachegeist«. Aus dem Chinesischen übersetzt von Eva Schestag. Piper. (AA)
  • Meena Kandasamy (Indien): »Schläge. Ein Portrait der Autorin als junge Ehefrau«. Aus dem Englischen übersetzt von Karen Gerwig. CulturBooks. (AA)
  • Shahriar Mandanipur (Iran): »Augenstern«. Aus dem Englischen übersetzt von Regina Schneider. Unionsverlag. (SüdKulturFonds)
  • Amjad Nasser (Jordanien): »Wohin kein Regen fällt«. Aus dem Arabischen übersetzt von Regina Karachouli. Lenos. (SüdKulturFonds)   
  • Ivan Vladislavić (Südafrika): »Schlagabtausch«. Aus dem Englischen übersetzt von Thomas Brückner. Verlag Klaus Wagenbach. (AA)

Wichtige Informationen

Anträge auf Zuschüsse können lediglich deutsche Verlage und Verlage aus der Schweiz stellen. (Eine Antragstellung durch Übersetzer*innen oder Autor*innen ist nicht möglich!)

Anträge deutscher Verlage können jeweils bis einschließlich 1. April und 1. November bei Litprom eingereicht werden. Bitte senden Sie die vollständigen Unterlagen per E-Mail an hekele@buchmesse.de. Schweizer Verlage reichen ihre Anträge direkt bei Artlink/SüdKulturFonds ein.

An Förderung interessierte Verlage müssen ein Mindesthonorar von 19,- Euro je Normseite an die Übersetzer*innen zahlen. Bei Lyrik 3,- Euro je Gedichtzeile. Zum Zeitpunkt der jeweiligen Jury-Sitzungen im Januar und Juni können sich bereits im Druck befindende Bücher nicht mehr gefördert werden.

Entscheidungsverfahren

Litprom e.V. holt unabhängige Gutachten ein, die die literarische Bedeutung des Werkes im Original und vor allem in der Übersetzung beurteilen. Mithilfe der Gutachten und der eingereichten Unterlagen entscheidet anschließend eine Jury im Januar bzw. im Juni über die Anträge. Eine gut lektorierte, aussagekräftige Übersetzungsprobe ist daher dringend zu empfehlen, um das Werk beurteilen zu können.

Antragsformular

Zur Antragstellung bei Litprom e. V. bitte das Formular (nachstehend zum Download) nur in elektronischer Form einreichen. Bitte beachten Sie die Hinweise auf Seite 2 des Antrags für weitere einzureichende Unterlagen sowie deren Benennung!


Kontakt

Joscha Hekele

hekele@buchmesse.de

T 069/2102-250