Übersetzungsförderung

Übersetzungsförderungsprogramm

für Belletristik aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt und der Türkei

Seit 1984 ist Litprom Anlaufstelle für die Förderung von Übersetzungen belletristischer Werke aus Afrika, Asien und Lateinamerika ins Deutsche. Das Programm soll den literarischen Kulturaustausch verstärken und die Veröffentlichung wichtiger Werke zeitgenössischer Autor*innen aus den genannten Regionen befördern.

Seit April 2017 können deutsche Verlage nun auch geplante Übersetzungen aus dem Türkischen einreichen.

Vorrangig gefördert werden Werke von zeitgenössischen Autor*innen, die bisher gar nicht oder nur unzureichend in deutscher Übersetzung vorliegen sowie Werke aus Ländern, deren Literatur nur unzulänglich auf dem deutschsprachigen Buchmarkt vertreten ist.

Das Programm wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Schweizer SüdKulturFonds finanziert.


Übersetzungsförderung für Literatur aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt und der Türkei — Zuschuss für Verlage durch Litprom

Pressemitteilung vom 04.07.2019

Insgesamt 10 Verlage mit elf Publikationen werden mit Mitteln des Auswärtigen Amtes und des SüdKulturFonds der Schweiz einen Zuschuss zu den Übersetzungskosten bekommen. Vierzehn Anträge wurden eingereicht.

Die aktuell geförderten Titel:

  • Ahmed Sadaawi  (Irak): »Frankenstein in Baghdad«, aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Assoziation A. (AA)
  • Chaza Charaffedine (Libanon): »Flashback«, aus dem Arabischen von Günther Orth. Edition Converso. (AA)
  • Dogan Akhanli (Türkei): »Madonnas letzter Traum«, aus dem Türkischen von Recai Hallac. Sujet Verlag. (AA)
  • Sefi Atta (Nigeria): »The Bead Collector«, aus dem Englischen von Simone Jakob. Peter Hammer Verlag. (AA)
  • José Maria Arguedas (Peru): »Der Fuchs von oben und der Fuchs von unten«, aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Wagenbach Verlag. (AA)
  • Oscar und Juan José Martinez (El Salvador): »Man nannte ihn El Niño de Hollywood. Leben und Sterben eines Killers der Mara Salvatrucha«, aus dem Spanischen von Hans Joachim Hartsein. Verlag Antje Kunstmann. (AA)
  • Yavuz Ekinci (Türkei): »Die Tränen des Propheten«, aus dem Türkischen von Oliver Kontny. Verlag Antje Kunstmann. (AA)
  • Carla Maliandi (Argentinien): »Das deutsche Zimmer«, aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Berenberg Verlag. (AA)
  • Ali Bahtyar (Irak): »Parwana«, aus dem Sorani von Ute Cantera-Lang und Rawezh
    Salim. Unionsverlag. (SüdKulturFonds, CH)
  • Sergio Ramirez (Nicaragua): »Niemand weint um mich«, aus dem Spanischen von Lutz Kliche. edition 8. (SüdKulturFonds, CH)
  • Marcial Gala (Kuba/Argentinien): »Die Kathedrale der Schwarzen«, aus dem Spanischen von Kirsten Brandt. Nagel und Kimche. (SüdKulturFonds, CH)

Der nächste Abgabetermin für die Verlagsanträge ist der 01.November 2019. Die vollständigen Unterlagen bitte für den deutschen Buchmarkt an Litprom:

Joscha Hekele

hekele@buchmesse.de

und für den Schweizer Buchmarkt an den SüdKulturFonds: www.artlink.ch/fonds.  


Wichtiges

Anträge auf Zuschüsse können lediglich deutsche Verlage und Verlage aus der Schweiz stellen. (Eine Antragstellung durch Übersetzer*innen oder Autor*innen ist nicht möglich!)

Anträge deutscher Verlage können jeweils bis einschließlich 1. November und 1. April bei Litprom eingereicht werden. E-Mail-Kontakt: hekele@buchmesse.de (Schweizer Verlage reichen ihre Anträge direkt bei Artlink/SüdKulturFonds ein: www.artlink.ch/fonds)

An Förderung interessierte Verlage müssen ein Mindesthonorar von 19,- Euro je Normseite an die Übersetzer*innen zahlen. Bei Lyrik 3,- Euro je Gedichtzeile.

Zum Zeitpunkt der jeweiligen Jury-Sitzungen im Januar und Juni können sich bereits im Druck befindende Bücher nicht mehr gefördert werden.

Entscheidungsverfahren

Litprom e.V. holt unabhängige Gutachten ein, die die literarische Bedeutung des Werkes im Original und vor allem in der Übersetzung beurteilen. Mithilfe der Gutachten und der eingereichten Unterlagen entscheidet anschließend eine Jury im Januar bzw. im Juni über die Anträge. Eine gut lektorierte, aussagekräftige Übersetzungsprobe ist daher dringend zu empfehlen, um das Werk beurteilen zu können.

Antragstellung

Zur Antragstellung bei Litprom e.V. bitte das Formular (nachstehend zum Download) einreichen. Bitte die Hinweise auf Seite 2 des Antrags für weitere einzureichende Unterlagen sowie deren Benennung beachten! Anträge nur elektronisch einreichen!

Antragsformular


Kontakt

Joscha Hekele

hekele@buchmesse.de

T 069/2102250