Übersetzungsförderung

Übersetzungsförderungsprogramm

für Belletristik aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt und der Türkei

Seit 1984 ist Litprom Anlaufstelle für die Förderung von Übersetzungen belletristischer Werke aus Afrika, Asien und Lateinamerika ins Deutsche. Das Programm soll den literarischen Kulturaustausch verstärken und die Veröffentlichung wichtiger Werke zeitgenössischer Autor*innen aus den genannten Regionen befördern. Seit April 2017 können deutsche Verlage auch geplante Übersetzungen aus dem Türkischen einreichen.

Vorrangig gefördert werden Werke von zeitgenössischen Autor*innen, die bisher gar nicht oder nur unzureichend in deutscher Übersetzung vorliegen sowie Werke aus Ländern, deren Literatur nur unzulänglich auf dem deutschsprachigen Buchmarkt vertreten ist.

Das Programm wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Schweizer SüdKulturFonds finanziert.


Wichtige Informationen

Anträge auf Zuschüsse können lediglich deutsche Verlage und Verlage aus der Schweiz stellen. (Eine Antragstellung durch Übersetzer*innen oder Autor*innen ist nicht möglich!)

Anträge deutscher Verlage können jeweils bis einschließlich 1. November und 1. April bei Litprom eingereicht werden. Bitte senden Sie die vollständigen Unterlagen per E-Mail an hekele@buchmesse.de. Schweizer Verlage reichen ihre Anträge direkt bei Artlink/SüdKulturFonds ein.

An Förderung interessierte Verlage müssen ein Mindesthonorar von 19,- Euro je Normseite an die Übersetzer*innen zahlen. Bei Lyrik 3,- Euro je Gedichtzeile. Zum Zeitpunkt der jeweiligen Jury-Sitzungen im Januar und Juni können sich bereits im Druck befindende Bücher nicht mehr gefördert werden.

Entscheidungsverfahren

Litprom e.V. holt unabhängige Gutachten ein, die die literarische Bedeutung des Werkes im Original und vor allem in der Übersetzung beurteilen. Mithilfe der Gutachten und der eingereichten Unterlagen entscheidet anschließend eine Jury im Januar bzw. im Juni über die Anträge. Eine gut lektorierte, aussagekräftige Übersetzungsprobe ist daher dringend zu empfehlen, um das Werk beurteilen zu können.

Antragsformular

Zur Antragstellung bei Litprom e. V. bitte das Formular (nachstehend zum Download) nur in elektronischer Form einreichen. Bitte beachten Sie die Hinweise auf Seite 2 des Antrags für weitere einzureichende Unterlagen sowie deren Benennung!


Geförderte Titel 2019

Deutsche und Schweizer Verlage haben insgesamt 26 Anträge auf Übersetzungsförderung gestellt. Die 20 Titel, die mit Mitteln des Auswärtigen Amts und des Schweizer SüdKulturFonds gefördert wurden, sind: 

  • Dogan Akhanli (Türkei): »Madonnas letzter Traum«, aus dem Türkischen von Recai Hallac. Sujet Verlag. (AA)
  • José Maria Arguedas (Peru): »Der Fuchs von oben und der Fuchs von unten«, aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Wagenbach Verlag. (AA)
  • Lesley Nneka Arimah (Nigeria): »Was es bedeutet, wenn ein Mann aus dem Himmel fällt«, aus dem Englischen von Zoe Beck. CulturBooks Verlag. (AA)
  • Sefi Atta (Nigeria): »The Bead Collector«, aus dem Englischen von Simone Jakob. Peter Hammer Verlag. (AA)
  • Chaza Charaffedine (Libanon): »Flashback«, aus dem Arabischen von Günther Orth. Edition Converso. (AA)
  • Yavuz Ekinci (Türkei): »Die Tränen des Propheten«, aus dem Türkischen von Oliver Kontny. Verlag Antje Kunstmann. (AA)
  • Omar Shahid Hamid (Pakistan): »Der Jihadist«, aus dem Englischen von Rebecca Hirsch. Draupadi Verlag. (AA)
  • Mohammed Hanif (Pakistan): »Rote Vögel«, aus dem Englischen von Michael Schickenberg. Hoffmann und Campe Verlag. (AA)
  • Ismail Fahad Ismail (Kuweit): »Die alte Frau und der Fluss«, aus dem Arabischen von Christine Battermann. Hans Schiler Verlag. (AA)
  • Kadhem Khanjar (Irak): »Dieses Land gehört euch«, aus dem Arabischen von Sandra Hetzl. Mikrotext Verlag. (AA)
  • Carla Maliandi (Argentinien): »Das deutsche Zimmer«, aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Berenberg Verlag. (AA)
  • Oscar und Juan José Martinez (El Salvador): »Man nannte ihn El Niño de Hollywood. Leben und Sterben eines Killers der Mara Salvatrucha«, aus dem Spanischen von Hans Joachim Hartsein. Verlag Antje Kunstmann. (AA)
  • Chigozie Obioma (Nigeria): »Das Weinen der Vögel«, aus dem Englischen von Nicolai von Schweder-Schreiner. Piper Verlag. (AA)
  • Antonio  Ortuño (Mexiko): »Die Verschwundenen«, aus dem Spanischen von Hans Joachim Hartenstein. Verlag Antje Kunstmann. (AA)
  • Ahmed Sadaawi (Irak): »Frankenstein in Baghdad«, aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich. Assoziation A. (AA)
  • Pedro Badrán (Kolumbien): »Der Mann mit der magischen Kamera«, aus dem Spanischen von Heinz Scheidegger. Edition 8. (SüdKulturFonds, CH)
  • Ali Bahtyar (Irak): »Parwana«, aus dem Sorani von Ute Cantera-Lang und Rawezh Salim. Unionsverlag. (SüdKulturFonds, CH)
  • Renato Cisneros (Peru): »Die Entfernung, die uns trennt«, aus dem Spanischen von Steven Uhly. Secession Verlag. (SüdKulturFonds, CH)
  • Sergio Ramirez (Nicaragua): »Niemand weint um mich«, aus dem Spanischen von Lutz Kliche. edition 8. (SüdKulturFonds, CH)
  • Marcial Gala (Kuba/Argentinien): »Die Kathedrale der Schwarzen«, aus dem Spanischen von Kirsten Brandt. Nagel und Kimche. (SüdKulturFonds, CH)

Kontakt

Joscha Hekele

hekele@buchmesse.de

T 069/2102-250