Carlos Labbé / Chile

Navidad und Matanza

Der Roman 'Navidad und Matanza' spielt an der chilenischen Pazifikküste. Überrascht von immer neuen Wendungen, gerät der Leser von einer Geschichte in die nächste: ein junger Mann fährt im teuren Cabrio der Küste entlang, lenkt die weiblichen Badegäste ab und klaut ihnen die Badetücher, 7 Wissenschaftler forschen in einem abgeschiedenen Labor an einer Droge des Hasses, ein trauriger Journalist will das Verschwinden der Geschwister Alicia und Bruno Vivar an den Stränden von Navidad und Matanza aufklären. Die Ruhe der beiden Badeorte wird gestört, als dort ein internationales übersinnliches Fest stattfindet, dessen Teilnehmer vom 'Ecstasy des Hasses' zugedröhnt sind. Der Roman ist ein Buch im Buch, ein Roman-Spiel, das die 7 Wissenschaftler zusammen schreiben. Immer wieder ändern die Figuren ihre Identitäten, so wird der Journalist, der das Verschwinden der Geschwister recherchiert, zu Carlos Labbé, der sich schließlich als eigentlicher Drahtzieher des 'Spiels' ausgibt. Der Roman wurde in Spanien und Chile von Kritik und Publikum sehr gut aufgenommen, der junge Carlos Labbé mit seinem zweiten Roman als vielversprechende neue Stimme in der Literatur von Chile gepriesen.
Roman, 154 Seiten, 2010
Originalsprache: Spanisch, übersetzt von Peter Tremp
Originaltitel: Navidad y Matanza
Verlag: Lateinamerika Verlag, ISBN: 978-3-9522966-6-0
Erscheinungsdatum: 09.2010

Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.