
Als der argentinische Rechtsanwalt Leopoldo Mazzini in Berlin endlich Arbeit fand, war es vielleicht schon für alles zu spät.
Es ist ein satirischer Blick auf Berlin und zugleich auf den Erzähler. Von Berlin sehen wir vor allem die kriminelle Halbwelt um den Stuttgarter Platz, in die der Erzähler Leopoldo gerät. Leo, der kaum Deutsch spricht, hat einen unersättlichen Hunger nach Frauen (Leidis – ij jabe Junga). Und dieser Hunger wird ihm zum Verhängnis.
Der ständige Wechsel zwischen Leos satirischen Beobachtungen und seiner eigenen Naivität spielt sich hauptsächlich in den rasanten Dialogen ab, die die eigentliche Stärke des Romans ausmachen. Der ständige Wechsel zwischen Gossensprache und Anwaltsspanisch ist gewollt: Leo bildet sich ein, er sei "Boogie el Aceitoso". Sex und Gewalt verwickeln sich ineinander auf immer groteskere Weise, der Roman wird zu einem spannenden Comic mit schwarzem Humor. Bei aller Satire ist der Roman auch eine argentinische Liebeserklärung an die Lady aller Ladies: Berlin - arm aber sexy.
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