Vizconde de Lascano Tegui / Argentinien, Uruguay

Familienalbum mit Bildnissen von Unbekannten

Ein Zug auf der Strecke Boulogne-sur-Mer-Paris verunglückt und ein Versicherungsvertreter forscht zwanzig Jahre lang, um den Lebenswandel der Opfer als ein Zeichen für deren Unfalltod zu deuten. Die Katastrophe findet im Jahre 1900 statt, aber als er die Nachforschungen beendet und er seinen Abschlussbericht vorlegt, existiert das Versicherungsunternehmen bereits nicht mehr. Was bleibt, sind sechs Lebensläufe, erdichtete Familienchroniken. Kein Wunder: Der Autor hat auch seine eigene Biographie erfunden: er hieß nicht Lazcano Tegui, sondern vermutlich Lascanoteguy, war kein Vizconde, ist nicht in Frankreich, sondern 1887 in Argentinien geboren und dort (wiederum vermutlich) 1966 gestorben.


Roman, 181 Seiten, 2000
Originalsprache: Spanisch, übersetzt von Christian Hansen
Originaltitel: Album de familia. Con retratos de desconocidos
Verlag: Zsolnay, ISBN: 3-352-04970-3