Der Roman erzählt die Geschichte der Esperanza Villanueva, die am Vorabend ihrer Eheschließung in einer alten Kiste die Fotos ihrer Familien findet. Sie sind Anlass und Anhaltspunkte zugleich, um in großen Zügen die Geschichte der beiden Großeltern sowie ihrer Eltern zu erzählen. Diese Geschichte ist gleichzeitig eine Sozialgeschichte Mexikos, deren historischen und politischen Hintergründe allerdings nur wenig erwähnt sind. Im Mittelpunkt steht die eigene Geschichte, Kindheit und Erwachsenwerden mit Studium und Arbeit. „Wie konnte er [der zukünftige Ehemann] begreifen, dass ich immer noch in diesem Teufelskreis gefangen war, wie eine von meiner Familie manipulierte Marionette?" fragt die Protagonistin dieses Romans kurz vor Ende, als alle Pläne wieder zu scheitern drohen. Eine einfach erzählte Geschichte über die Flucht der Esperanza Villanueva aus der Enge der mexikanischen Kleinstadt. Durch ein Stipendium wird sich eine neue Perspektive ergeben und aus der Heirat mit einem Deutschen folgt die Auswanderung nach Europa. Inwieweit dieser eigene Weg tatsächlich ein Weg aus der Tradition des Machismo und ein Weg der Emanzipation sein wird, ist nicht Gegenstand des Romans.