Manuel Guerrero / Chile

Gefährdetes Land

Der Roman behandelt das Leben der kleinen Bauern in den Tälern des Flusses Larqui. Die auf wenige Tage zusammengedrängte Handlung schildert die zunehmende Verzweiflung der Bauern vor dem drohenden Verlust ihrer Ernte, den das Ausbleiben des Unternehmers mit seinen Pferden und Geräten verursacht. Das Gefühl der Solidarität, das entsteht, als eine Gruppe unbeschäftigter Arbeiter aus den Salpetergebieten im Norden Chiles zu ihnen stößt, ist das Anzeichen eines gemeinsamen Klassenbewusstseins von Bauern und Arbeitern, das den Blick auf eine zukünftige gerechtere Sozialordnung öffnet. Den robusten Realismus des Romans dürfte das doktrinäre Element kaum beeinträchtigt haben.


Roman, 262 Seiten, 1960
Originalsprache: Spanisch, übersetzt von Lene Klein
Originaltitel: Tierra fugitaa
Verlag: Dietz