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In "Vernehmungsraum" befragt Jennifer Kwon Dobbs Körper, Landstriche und Familie nach ihren uneingestandenen Grenzen und erarbeitet sich so einen sinnlichen Zugriff auf das nie endende Erbe des Koreakriegs. Zwischen US-amerikanisch-koreanischer Adoptionsindustrie, nordkoreanischer Verwandtschaft, ihrer Geburtsfamilie im Süden und der transnationalen Diaspora findet sie widerständige poetische Formen, um dem Sprachraub des Krieges eine Kultur der imaginierten Intimität entgegenzustellen. Die Frage nach der leiblichen Mutter treibt sich durch Schwärzungen, juristische Artikel, Postkarten, einen Essay, Fotos, Originaldokumente und multilinguale Gedichte. Und im Hintergrund spricht eine ganze Tradition kluger US-amerikanischer politisch-historischer Lyrik mit, die es für den deutschsprachigen Raum größtenteils noch zu erschließen gilt.
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