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In Lina Atfahs Gedichten finden Verwandlungen statt, nicht nur von Welt und Biografie in Sprache, sondern ganz konkret, wenn die Dichterin zunächst als Kiesel von den Wellen hin- und hergerollt, sodann eine Schnecke, eine Pflanze, ein Baum und ein Vogel wird, schließlich zu dem »Wesen, das mit fünf Fingern Dinge festhält«.
Da der Schmetterling uns als das metamorphische Wesen par excellence vor Augen flattert, ist er im Titel des Buches gut aufgehoben: Grabtuch aus Schmetterlingen – ein Bild, das so verstörend wie unwiderstehlich ist. Bedenkt man jedoch, dass der Schmetterling seit der Antike als Verkörperung der Seele gilt, dass Verpuppung und Wiederauferstehung zu seinem Wesen gehören, so birgt dieses Grabtuch zugleich auch Trost, weil es Hoffnung auf ein neues Erwachen macht, wenn auch in anderer Gestalt.
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