
"Die dunkle Gasse" erzählt von der Begegnung zweier Kulturen und Traditionen, der paraguayischen und der jüdischen, in einem Lebensraum, den sich Heimatlose aus verschiedenen Sprachen und unterschiedlichen Religionen teilen. Der Protagonist, ein Heranwachsender und Sohn jüdischer Einwanderer, pendelt zwischen den Welten: dem Barrio Palestina, dem jüdischen Viertel Asuncións, und dem Petirossi-Markt, einem typisch lateinamerikanischen Markt mit tausenden Buden, geheimnisvollen Menschen und Geschichten. Ihm gelingt es, die ethnischen Grenzen dieser beiden Welten zu überwinden, ohne seine Identität zu verlieren. Er entdeckt seine Berufung als Arzt und Heiler und verzichtet dafür auf die Übernahme des väterlichen Geschäfts. Diese weitreichende Entscheidung besiegelt sein Schicksal als Bewohner der unheimlichen "dunklen Gasse". Gertopán eröffnet mit ihrer poetischen Sprache den Blick in ein bisher weitgehend verborgenes Stück jüdischer Geschichte in Lateinamerika.
"Die dunkle Gasse" wurde ausgezeichnet mit dem Premio de Literatura Lidia Guanes.
Roman, 208 Seiten, 2012
Originalsprache: Spanisch, übersetzt von Stefan Degenkolbe
Originaltitel: El callejón oscuro
Verlag: Hentrich und Hentrich Verlag Berlin, ISBN: 978-3942271639
Erscheinungsdatum: 08.2012
Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.
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