Michael Beltran / Philippinen

Der singende Gefangene und die Bibliothekarin mit nur einem Buch. Essays über philippinisches Leben im Exil

Was als Feature geplant war, wird für den Journalisten Michael Beltran 2019 zum Großprojekt. Aus intensiven Gesprächen mit den philippinischen Revolutionsführern José María »Joma« Sison und Julie de Lima im niederländischen Utrecht entsteht eine ganze Sammlung bislang unerzählter Geschichten darüber, was es bedeutet, im Exil zu leben. Es geht um Isolation und Überwachung, Heimweh und Sehnsucht, Solidarität und Gemeinschaft, Verfolgung und Widerstand, politische Überzeugung und Engagement, Traumata und psychische Belastungen.
Die Essays zeichnen den langen Aufenthalt des Paares fern der Heimat als Asylsuchende nach und erzählen davon, wie die philippinische kommunistische Bewegung in Europa ein neues Zuhause fand und wie Menschen trotz unterschiedlicher politischer Einstellungen durch eine gemeinsame
Migrationsgeschichte verbunden sind.
Joma Sison war Aktivist und Gründer der Kommunistischen Partei der Philippinen. Während der Marcos-Diktatur war er jahrelanger Haft und Folter ausgesetzt. Von 1987 bis zu seinem Tod im Dezember 2022 lebte er mit seiner Frau Julie im niederländischen Exil.


Essay(s), 230 Seiten, 2025
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Sabine Müller
Originaltitel: The Singing Detainee and the Librarian with One Book
Verlag: regiospectra Verlag, ISBN: 978-3-947729-95-1
Erscheinungsdatum: 18.06.2025

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