Alcy Cheuiche / Brasilien

Sepé Tiaraju. Der letzte Häuptling

Der Roman besteht aus den Erinnerungen des über achtzigjährigen holländischen Jesuitenpaters Michael. Als junger Mann besucht er im Jahre 1731 zum ersten Male die Reduktionen, die von den Jesuiten im Gebiet des heutigen Paraguay, Uruguay und Brasilien gegründet worden waren. Hier wird er väterlicher Freund des jungen Sepé, des Sohnes eines verstorbenen Indianerhäuptlings. Nach dem Vertrag zwischen Spanien und Portugal aus dem Jahre 1750, der eine neue Grenzziehung zwischen den Kolonialreichen vorsah, sollten sieben Indianerreduktionen auf das rechte Ufer des Uruguayflusses umsiedeln. Die Erinnerungen enden mit dem Bericht vom Widerstand gegen diese Pläne und dem Kampf der Guaraní unter Führung von Sepé Tiaraju gegen eine Übermacht der Heere der Spanier und Portugiesen und der letzten Schlacht im Jahre 1756. Ein Roman über ein bei uns wenig bekanntes historisches Ereignis auf dem Gebiet des heutigen Brasilien.


Roman, 287 Seiten, 1996
Originalsprache: Portugiesisch, übersetzt von Helmut Burger
Originaltitel: Sepé Tiaraju
Verlag: BKV, ISBN: 3-88559-064-6
Erscheinungsdatum: 1994