Ayu Utami / Indonesien

Saman

Ein katholischer Priester, der über sein Engagement für unterdrückte Kleinbauern zum indonesischen Widerstand stößt, sich dabei verliebt, sein Priesteramt aufgibt und nach New York emigriert: eine ungewöhnliche Geschichte. Auch von einer Gruppe junger Frauen, die sich den traditionellen Rollenzuweisungen verweigern, wird erzählt. Der Debütroman „Saman“ wurde in Indonesien als literarische Sensation gefeiert: Er erschien kurz vor der Entmachtung General Suhartos, gleichsam als Vorbote des politischen Wandels. Der offene Umgang mit gesellschaftlichen Tabus stellt einen Bruch mit der bisherigen indonesischen Literatur dar. Ayu Utami schreibt freizügig über Sexualität, thematisiert das schwierige Verhältnis zwischen Muslimen und Christen sowie den Hass auf die chinesische Minderheit. Virtuos wechselt sie zwischen verschiedenen Erzählperspektiven, Schauplätzen und Zeitebenen, verknüpft Traumsequenzen und alte Mythen mit Schilderungen der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Indonesien.
Roman, 192 Seiten
Originalsprache: Indonesisch, übersetzt von Peter Sternagel
Originaltitel: Saman
Verlag: Horlemann, ISBN: 978- 3-89502-243-2
Erscheinungsdatum: 01.08.2007

Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.

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