Sabri Mussa / Ägypten

Saat des Verderbens

Nicola, den rastlos suchenden Abenteurer, können auch eine hinreissend schöne Frau und ihr gemeinsames Kind nicht an einem Ort festhalten. Doch als der Bergbauingenieur nach Ägypten kommt, findet er zum erstenmal in seinem Leben eine Heimat. Er entwickelt ein leidenschaftliches Verhältnis zur Wüste und ihren Bewohnern, den Bega-Beduinen, denen die Berge heilig sind. Im Mittelpunkt seiner Faszination steht das Massiv des Darhîb, der wie eine Mondsichel vom Himmel gefallen scheint. Der mächtige Berg mit seinem reichen Talkvorkommen wird zum Ziel seiner kühnsten Träume und seiner brennenden Begierde. Der Abbau der Bodenschätze und die damit einhergehende industrielle Entwicklung der Wüstenregion bedeuten allerdings auch Ausbeutung und Zerstörung der Natur durch den Menschen – und letztlich die Selbstzerstörung des Menschen. Auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft verfällt der geniale Ingenieur einem tödlichen Wahn. Sabri Mussa hat mit seinem Roman 'Saat des Verderbens', in dem sich Reales und Symbolhaftes kunstvoll vermischen, einen arabischen Bestseller geschrieben, der literarisch eine neue Welt erschliesst: die Arabische Wüste, das altägyptische Land Kusch zwischen Nil und Rotem Meer.
Roman, 237 Seiten
Originalsprache: Arabisch, übersetzt von Regina Karachouli
Originaltitel: Fasâd al-amkina
Verlag: Lenos, ISBN: 3-85787-343-4
Erscheinungsdatum: 03.2003