Patricia Grace / Neuseeland

Potiki, Roman

LiBeraturpreis 1994Alles und jedes hat seine Bedeutung, nur wer die Zeichen nicht sieht, wird überrollt. Der alte Maori-Holzschnitzer konnte sein größtes Lebenswerk, das Versammlungshaus mit den Ahnenfiguren, nicht vollenden; der letzte Pfosten blieb leer. Und Toko, das Kind mit den hellseherischen Kräften, dessen Mutter Mary ohne Erinnerung und Sprache ist, empfängt eines Tages bedrohliche Visionen von der Zukunft seines Dorfes. So kommt Unruhe in den magischen Kreislauf von Mensch und Natur, Tag und Nacht, Leben und Tod in der Maori-Siedlung an der Küste Neuseelands. Der »Dollarmann« taucht auf: Ein moderner Freizeitpark an der Küste verheißt Fortschritt und Einkommen. Die Dorfgemeinschaft versucht den Bulldozern und der Verlockung des großen Geldes zu widerstehen. Da wird Tokos Vision wahr: Die Dollarmänner überfluten die Felder und den Friedhof, und eines Nachts steht sogar das heilige Versammlungshaus in Flammen. Wie durch ein Wunder gelingt es Mary, den letzten, noch nicht vollendeten Pfosten aus den Trümmern zu retten, der für das Dorf zum Zeichen einer neuen Hoffnung wird.
Roman, 272 Seiten
Originalsprache: Englisch, übersetzt von Helmi Martini-Honus und Jürgen Martini
Originaltitel: Potiki
Verlag: Unionsverlag, ISBN: 978-3293200524
Erscheinungsdatum: 02.11.1994

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