Jan Ulenbrook (Hg.) / China

Pflaumenblüte und verschneiter Bambus. Chinesische Gedichte

Stimmungsvolle Gedichte aus dreitausend Jahren chinesischer Literatur Dieser Band versammelt Gedichte aus dreitausend Jahren chinesischer Literatur. In wenigen, bildhaften Wendungen fangen sie die die Poesie einer Mondnacht oder eines Frühlingsmorgens ein. Zauberhafte Zeichnungen chinesischer Künstler illustrieren die Texte. In keinem Land der Welt wurde der Lyrik seit frühester Zeit eine solche Wertschätzung entgegengebracht wie in China. Die ältesten überlieferten Gedichte stammen aus dem 'Schi Djing', dem 'Buch der Lieder', und entstanden vermutlich etwa 1000 Jahre v. Chr. Sie schildern in prägnanter Schlichtheit das Leben der ländlichen Bevölkerung und gaben mit ihrer strengen, knappen Form das Vorbild für chinesische Dichtkunst der folgenden Jahrhunderte ab. Wer zur Zeit der Sui-Kaiser im 6.–7. Jahrhundert ein Staatsamt anstrebte, musste eine Prüfung in klassischer chinesischer Literatur ablegen. Die Herrscher der Tang-Dynastie (618–907) förderten die Dichter großzügig und verschafften ihnen nicht selten eine Stellung bei Hofe. Aus dieser Zeit sind etwa 49000 Gedichte erhalten geblieben, die den Stimmungsgehalt einer sich aufhellenden Landschaft, einer dahinwelkenden Blüte oder eines regnerischen Abends in wenigen Worten einzufangen verstehen. Mit seiner texttreuen Übersetzung ist es Jan Ulenbrook gelungen, den Charakter des chinesischen Originals im Deutschen zu erhalten.
Anthologie Lyrik, 240 Seiten
Originalsprache: Chinesisch, übersetzt von Jan Ulenbrook
Verlag: Manesse, ISBN: 3-7175-1326-5
Erscheinungsdatum: 01.09.1969