José Lezama Lima / Kuba

Inferno. Oppiano Licario.

Einer der Großen Lateinamerikas und der Weltliteratur wird hier mit seinem zweiten bedeutenden Roman, der hier weltweit erstmals in seiner vollständigen Fassung und in meisterhafter Eindeutschung vorliegt, sichtbar gemacht: Inferno. Oppiano Licario ist Fortführung und zugleich Vollendung des Jahrhundertromans Paradiso und steht als des Opus magnum zweiter Teil doch allein für sich. Wir treffen in Havanna die altvertrauten Freunde Cemí, Fronesis und Fonción wieder, lernen in Paris aber auch amerikanische Künstler, zwielichtige arabische Bombenwerfer sowie Ynaca Eco kennen, die ätherische Schwester der Vaterfigur Oppiano Licario. Als ein Meisterstück des modernen spanischsprachigen Barocks gelingt Lezama Lima in Inferno. Oppiano Licario der Brückenschlag zwischen Präzision und Ausschweifung, zwischen Traum und Wort. Und doch scheint mit aller Kraft hinter seiner sinnenfreudigen Fabulierkunst, ohne daß der tief gläubige Katholik Lezama sein religiöses Grundverständnis direkt anspricht, die heimliche Sehnsucht nach Erlösung hervor, nach der Auferstehung im Wort. Und so schließt Inferno. Oppiano Licario das außergewöhnlichste Diptychon der spanischen Sprache und bildet gleichermaßen den Schlußpunkt, die Versiegelung, des literarischen Werks von Lezama Lima.
Roman, 416 Seiten
Originalsprache: kub. Spanisch, übersetzt von Klaus Laabs
Originaltitel: Oppiano Licario
Verlag: Ammann, ISBN: 978-3250104780
Erscheinungsdatum: 09.2004

Die Übersetzung wurde gefördert von Litprom mit Mitteln des Auswärtigen Amts sowie (bei Verlagen in der Schweiz) des Schweizer Südkulturfonds.