Xi Chuan / China

Die Diskurse des Adlers, Gedichte und poetische Prosa

Die Geschehnisse auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4.6.1989 und der Freitod des Freundes und Dichterkollegen Haizi sind ein Wendepunkt im Schaffen des bis dahin symbolistischen Dichters Xi Chuan. Durch diese persönlichen und historischen Erfahrungen wendet er sich ab von seiner klassizistischen Kunstauffassung. Er entdeckt das Absurde der Existenz, die Abweichung von Denken und Welt, das Dilemma der Sprache: Was das Problem des Absurden angeht, so gehe ich einen Schritt über Camus hinaus. Ich gebe mich nicht mit einer Beschreibung des Absurden zufrieden, sondern versuche, es sympathetisch zu erfassen. Für Xi Chuan beginnt die Beschreibung der Welt nicht mehr bei ihrer Wahrheit, sondern bei ihrem Versagen, bei ihren Widersprüchen.
Lyrik, 152 Seiten
Originalsprache: Chinesisch, übersetzt von Brigitte Höhenrieder und Peter Hoffmann; Tübinger Arbeitskreis Chinesische Literatur
Verlag: Projekt, ISBN: 3-89733-097-0
Erscheinungsdatum: 2003