Norberto Fuentes / Kuba

Die Autobiographie des Fidel Castro

Norberto Fuentes hat einen großen Roman geschrieben, die unglaubliche Geschichte Fidel Castros – von ihm selbst erzählt. Witzig, hintergründig, voller Ironie portraitiert dieses Buch einen faszinierenden Menschen und eine legendäre Gestalt. Fidel Castro ist eine lebende Legende. Länger als er ist derzeit niemand an der Macht. Die amerikanischen Präsidenten hat er fast ein halbes Jahrhundert lang kommen und gehen sehen, das sowjetische Imperium, das ihn stützte und bedrohte, hat er ebenso überlebt wie unzählige Attentate, und er hat viele Mitstreiter und Weggefährten – einige nicht ohne sein Zutun – sterben sehen. Norberto Fuentes alias Fidel Castro erzählt aus dem kubanischen Alltag, von der Familie, den Ehen und den Begegnungen ohne amtliche Bescheinigung, von den Finanzquellen und den politischen Weggefährten, dem Charme und dem Sex-Appeal und vom großen politischen Instinkt des Máximo líder. Aber ohne es recht zu merken sehen sich Leserin und Leser in einem raffinierten Spiegelkabinett der Wahrheiten und der wirklichen Wahrheiten. Fuentes, der wie kaum ein anderer Fidel Castro und die Geschichte seiner Politik kennt, rückt unauffällig manches Bild zurecht und setzt neue, überraschende Akzente, die aufhorchen lassen. Sein großer Freund Che Guevara, die Legende der Revolution, ein Rivale, der entfernt werden mußte? Dieses Buch ist ein raffiniertes Innenbild des Kubaners, subtil, präzise und ohne Gemeinheit schonungslos. Die faszinierende ‘Autobiographie’ eines Mannes des 20. Jahrhunderts, der den Ruhm aber auch eine eigene politische Vision verfolgte, eines Mannes, der sich letztendlich behauptet hat – aber um welchen Preis?


Roman, 757 Seiten
Originalsprache: Spanisch, übersetzt von Thomas Schultz
Originaltitel: La autobiografía de Fidel Castro
Verlag: C.H. Beck, ISBN: 978-3-406-54216-9
Erscheinungsdatum: 21.12.2006

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