Yu Hua / China

Der Mann, der sein Blut verkaufte

Xu probiert es aus - alles geht gut. Von nun an will er immer dann, wenn er Geld benötigt, von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Doch die Krisen in seiner Familie reißen nicht ab. Fast vierzig Jahre hindurch begleiten wir Xu: durch die Wechselfälle einer Ehetragödie, durch Naturkatastrophen und die Jahre des großen Hungers und die Kulturrevolution. Drei Kinder gehen hervor aus Xu´s Ehe, und auch manche ihrer Probleme bewältigt er mit seinem alten Notbehelf. So lange, bis einer seiner Söhne schwerkrank nach Shanghai ins Krankenhaus transportiert wird. Xu muß eine gewaltige Summe aufbringen und macht sich auf eine lange, kräftezehrende Reise, die ihn durch sechs Städte führt... Der Erzähler Yu Hua will, wie er sagt, »keine Kunst hervorbringen«, sondern er stellt authentisches Leben dar. Seine Meisterschaft liegt in dem, was man die Dramatik des Einfachen nennen könnte. Zugleich mit dem Leben eines einzelnen schildert Yu Hua das Schicksal des chinesischen Landvolkes in bewegenden, ja zum Teil erschütternden Szenen.
Roman, 260 Seiten
Originalsprache: Chinesisch, übersetzt von Ulrich Kautz
Originaltitel: Xu Sanguan mai xue ji
Verlag: Klett-Cotta, ISBN: 3-608-93494-4
Erscheinungsdatum: 2000