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NOVEMBER: Lesung mit Anna-Seghers-Preisträger Julián Fuks

Dienstag, 20.11.2018 | 19:30 Uhr | Haus des Buches, Braubachstr. 16, Frankfurt am Main


Julián Fuks trat zuletzt mit dem Roman »A resistência« (Der Widerstand) hervor, einem Buch über das politische Exil und einen „möglichen Adoptivbruder“, den seine argentinischen Eltern zur Zeit der Militärdiktatur vor der Zwangsadoption retteten. 2017 erhielt Fuks dafür den renommierten portugiesischen Literaturpreis Premio José
Saramago, für den Anna Seghers-Preis wählte ihn der Literaturübersetzer Klaus Laabs aus.

Seit 2012 können erstmals wieder entsprechend der langjährigen Tradition zwei Preise verliehen werden, an je eine Autorin aus Lateinamerika und dem deutschen Sprachraum. Zur verbesserten Ertragslage der Stiftung beigetragen haben u.a. die Transit-Verfilmung durch Christian Petzold und diverse Theaterinszenierungen von Seghers-Texten wie beispielsweise Das siebte Kreuz im Schauspiel Frankfurt und im Theater Oberhausen sowie die Aktion »Frankfurt liest ein Buch«, bei der es in diesem Jahr ebenfalls um Das siebte Kreuz geht. »Anna Seghers‘ Werke werden so viel gelesen, gespielt, verfilmt wie lange nicht«, berichtet Hans-Willi Ohl, Vorsitzender der Anna Seghers-Gesellschaft. »Hier wird deutlich, dass uns die Texte von Seghers mit ihrer poetischen Qualität und ihrer politischen Grundierung auch heute noch viel zu sagen haben.«

Der mit derzeit 8.000 Euro dotierte Preis wird von der Anna Seghers-Stiftung an Nachwuchsautor*innen aus
dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika verliehen, die im Sinne von Anna Seghers mit den Mitteln
der Kunst zur Entstehung einer gerechteren menschlichen Gesellschaft beitragen möchten. Die Auswahl der
Preisträger*innen übernehmen im jährlichen Wechsel von der Stiftung beauftragte Persönlichkeiten aus dem
literarischen Leben.  

Für die Lesereise des Autors übersetzt Marlen Eckl Teile des neuen Romans »A ocupação« auf Deutsch.

Übersetzung: Michael Kegler
Moderation: Marlen Eckl


Dienstag, 20. November 2018, 19:30 Uhr