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Natacha Appanah MAURITIUS: »​Das grüne Auge«

im Online-Weltempfänger-Salon live auf Zoom am 22. JUni um 19:30 Uhr, Link: https://litprom-de.zoom.us/j/98182248303

»Das nennt man ein Meisterwerk« — so stellte der Moderator François Busnel in seiner beliebten Fernsehsendung »La grande Librairie« den Roman »Tropique de la violence« der französischen Schriftstellerin Nathacha Appanah vor. Die deutsche Übersetzung von Yla M. von Dach erschien unter dem Titel »Das grüne Auge« im Lenos Verlag. Die Geschichte beginnt mit der Geburt eines Jungens, der ein schwarzes und ein grünes Auge hat. Ist das ein Zeichen eines Fluchs, wie seine leibliche Mutter glaubt? 
Mit poetischer Kraft erzählt Nathacha Appanah die brutale Realität des Lebens einer sich selbst überlassenen Jugend, in einem Viertel, das nicht umsonst »Gaza« getauft wurde. Das Viertel gibt es auf der Insel Mayotte wirklich, und Nathacha Appanah, die dort selbst gelebt hat, zeigt eine wenig bekannte Realität Frankreichs. Ihr Roman, der auch als eine Art Fabel über Abstammung und Identität gelesen werden kann, wurde mit zahlreichen Preisen und einer Goncourt-Nominierung ausgezeichnet.

Im Online-Weltempfänger-Salon live auf Zoom spricht Nathacha Appanah mit der FAZ-Redakteurin Lena Bopp; die Sprecherin Ingrid El Sigai liest aus der deutschen Übersetzung.

Link zur Veranstaltung: https://litprom-de.zoom.us/j/98182248303

Das Gespräch erfolgt auf Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung.

Eine Veranstaltung von Litprom e.V. in Kooperation mit dem Institut franco-allemand IFRA / Institut français Frankfurt.

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR Bereich Programm beim Bundesverband Soziokultur.  


Ausstellung »Neue Perspektiven — Litprom präsentiert Weltliteratur​​​«​

19.04.2021 bis 11.06.2021 | Philipp-Schaeffer-Bibliothek Berlin

Litprom stellt aus: Wir nehmen Kurs auf die Hauptstadt und zeigen fast zwei Monate lang in der Philipp-Schaeffer-Bibliothek die ganze Bandbreite an belletristischen Titeln der Weltliteratur, die in den letzten Jahren von Litprom gefördert und/oder ausgezeichnet wurden — darunter Werke von hier bei uns noch zu entdeckenden Autor*innen, aber auch Bestseller; schmale Lyrikbändchen und literarische Schwergewichte; Autobiographien, Erzählungen, Thriller; Liebesgeschichten etc. Kinder- und Jugendbücher sowie Graphic Novels runden dieses Spektrum ab. Ein repräsentativer Querschnitt durch unterschiedliche Ausgangssprachen, Kulturen, Genres und Schreibweisen zeigen die Diversität der Literaturen, für die Litprom sich seit 40 Jahren engagiert.

Viermal im Jahr erscheint die Bestenliste »Weltempfänger«, auf der wir sieben ins Deutsche übersetzte Titel empfehlen. Die Jury besteht aus namhaften Kulturjournalist*innen und Literaturkritiker*innen. Alle Autorinnen, deren Bücher es auf die Liste schaffen, sind im kommenden Jahr für den LiBeraturpreis nominiert.

Mit unserem Übersetzungsförderungsprogramm regen wir literarischen Kulturaustausch an und befördern die Veröffentlichung wichtiger Werke aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der arabischen Welt und seit 2017 auch aus der Türkei. Seit 1984 wurden so schon über 800 Übersetzungen belletristischer Werke ins Deutsche ermöglicht. Die Übersetzungskostenzuschüsse werden aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Schweizer SüdKulturFonds finanziert.

Kontakt:
Petra Kassler
Telefon: 069 2102-143
E-Mail: kassler@buchmesse.de

Wir sind in Frankfurt, aber »unsere« Bücher konnten trotz Reisebeschränkungen in die Hauptstadt fahren und sind nun dort bis 11. Juni zu sehen!

Ein paar Impressionen aus der Ausstellung:


Zum NACHschauen jetzt auf YouTube!

Moderation: Marcella Melien, Litprom

Die Veranstaltung fand am 4. Februar 2021 um 19 Uhr live über Zoom statt. 

Mit ihrer Übersetzung des Romans Im düstern Wald werden unsre Leiber hängen der kanadischen Autorin Ava Farmehri steht Sonja Finck auf Platz eins der aktuellen Weltempfänger-Bestenliste von Litprom.
Der Kritiker Jörg Plath fasst den Roman so zusammen: »Sie kommt 1979 am selben Tag wie die Islamische Republik auf die Welt und will raus. Seyda lügt und träumt, sie verliert den Glauben und verführt die Männer. Mit 20 Jahren sitzt sie in der überfüllten Todeszelle und giftet befreit: Was wollt ihr, Mullahs?«

Im Gespräch mit Marcella Melien ging es außerdem um Fincks Übersetzung des Romans Iman von Ryad Assani-Razaki gehen. Die Autorin und der Autor leben beide in Kanada, in beiden Romanen geht es um Terror; sie schreibt auf Englisch, er auf Französisch. Wie man bewegende Themen kitschfrei und elegant aus diesen Sprachen ins Deutsche bringt, ist ein ebenso spannendes Thema wie der Inhalt dieser gefeierten Romane. 

Mehr zu den Mitwirkenden: 

Sonja Finck, geb. 1978, lebt als Übersetzerin von Romanen und Theaterstücken in Berlin und Gatineau (Kanada). Sie hat an der Universität Düsseldorf literarisches Übersetzen studiert und überträgt unter anderem die Werke von Annie Ernaux und Jocelyne Saucier ins Deutsche. Für Fever von Leslie Kaplan wurde ihr 2006 den André-Gide-Preis verliehen, für Der Geruch von Häusern anderer Leute von Bonnie-Sue Hitchcock erhielt sie 2017 den Deutschen Jugendliteraturpreis. 2020 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Eugen-Helmlé-Preis ausgezeichnet.

Marcella Melien, 1992 in Wiesbaden geboren, studierte Buchhandel / Verlagswirtschaft in Leipzig sowie Literarisches Schreiben in Hildesheim. Während des Studiums war sie Hospitantin im Feuilleton der FAZ und Herausgeberin im studentischen Verlagsprojekt »Edition Pächterhaus«. Seit 2019 arbeitet sie als Literaturvermittlerin bei Litprom.

Eine Veranstaltung der Weltlesebühne e.V. in Zusammenarbeit mit Litprom.
Gefördert vom Deutschen Übersetzerfonds e.V.