LiBeraturpreis

Die LiBeraturpreis-Jury 2021

Die Jury besteht 2021 aus fünf Mitgliedern:

  • Florian Balke, FAZ
  • Anita Djafari, ehem. Geschäftsleiterin von Litprom e.V. und Jurymitglied der Bestenliste Weltempfänger
  • Oliver Fründt, Büchergilde Buchhandlung Frankfurt
  • Monika Lustig, Verlegerin Edition Converso, Mitglied von Litprom e.V.
  • Corinna Santa Cruz, Lektorin bei der Büchergilde.

Sie haben sich über den Sommer hinweg mit einer »breiten Palette« an Büchern beschäftigt. Vielen Dank an alle Jurymitglieder!

Die Preisträgerin 2021 wird in Kürze bekannt gegeben.


Der Gedanke

1987 von der Initiative LiBeraturpreis e.V. ins Leben gerufen, wird der LiBeraturpreis seit 2013 von Litprom vergeben. Der Preis zeichnet jährlich einen besonders beliebten Titel einer Autorin aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder der Arabischen Welt aus.

Zugrunde liegt die Tatsache, dass Übersetzungen aktueller Werke von Autorinnen aus den entsprechenden Ländern auf dem deutschen Buchmarkt immer noch stark unterrepräsentiert sind und weiblichen Stimmen nach wie vor eine deutlich geringere mediale Aufmerksamkeit zukommt.
Namen wie Assia Djebar, Marjane Satrapi oder jüngst Taiye Selasi stellen hier zu begrüßende Ausnahmen dar, die die Regel jedoch bestätigen. Die Folge ist eine anhaltende Stereotypisierung und die Verfestigung des Bildes der Frau als hilfsbedürftigem Opfer der Gesellschaft. Dabei sind die sich weltweit selbstbewusst erhebenden Stimmen — auch sehr junger Autorinnen — eigentlich nicht mehr zu überhören.

Wenn der LiBeraturpreis aus der Idee entstanden ist, weibliche Stimmen des globalen Südens hörbar zu machen, so ist er heute als Katalysator der Vielstimmigkeit zu verstehen.

Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro sowie die Einladung der Preisträgerin zur Frankfurter Buchmesse verbunden.

Vergabekriterien: Neu ab 2021

Für den LiBeraturpreis nominiert sind jedes Jahr automatisch die Titel von Autorinnen, die im Vorjahr auf eine der vier Weltempfänger-Bestenlisten gewählt worden sind.
Meistens schaffen es pro Jahr ca. sechs bis acht Titel von Schriftstellerinnen auf die Bestenliste. Damit liegt der Anteil von Frauen auf dem »Weltempfänger« bei 20 —30 Prozent, Tendenz erfreulicherweise steigend.
Von 2016 bis 2020 war das Voting öffentlich: Jede*r Freund*in der Weltliteratur war aufgerufen, ein Lieblingsbuch auszuwählen und damit die Preisträgerin mitzubestimmen.

Ab 2021 wird die Preisträgerin von einer für zwei Jahre einberufenen Jury ausgewählt.


Kontakt

Marcella Melien
melien@buchmesse.de

Tel. 069 2102-246