Abo / Reihe Weltempfänger

Die Reihe »Büchergilde Weltempfänger« 2024


Jetzt lieferbar!

Yavuz Ekinci (Türkei/Kurdistan): »Das ferne Dorf meiner Kindheit«

Roman, Büchergilde Weltempfänger Band14.
Aus dem Türkischen von Gerhard Meier.
Flexcover, Kopffarbschnitt, Lesebändchen, 352 Seiten, Preis für Mitglieder: 24 Euro. 

Rüstem wächst in einem kleinen Bergdorf im Südosten der Türkei auf. Seine Mutter ist bei seiner Geburt gestorben, er lebt mit seinem Vater und den älteren Geschwistern im Haus seiner Großeltern. Zwischen dem Vater und dem Großvater herrscht ständiger Streit, auch das Verhältnis zwischen den Großeltern ist angespannt. Doch sind sie Rüstems wichtigste Bezugspersonen in einer archaischen Welt, die geprägt ist von patriarchalischen Strukturen, religiösen Riten, Aberglaube, Gewalt und einem politischen Konflikt, der sich dem Jungen nur nach und nach erschließt: Sein ältester Bruder ist in die Berge gegangen, immer wieder durchsuchen Soldaten das Haus der Familie und in der Schule wird ihm verboten, seine Muttersprache Kurdisch zu sprechen. Als seine Großmutter im Sterben liegt, stößt Rüstem auf ein Familiengeheimnis, das viele Jahrzehnte zurückführt in eine Zeit, als in dem längst verfallenen Nachbardorf noch armenische Familien lebten. Zusammen mit seinem Vater macht Rüstem sich auf den Weg dorthin, um den letzten Wunsch seiner Großmutter zu erfüllen.

Lieferbar ab sofort. Exklusiv für Mitglieder der Büchergilde Gutenberg.

Weitere Informationen zu diesem Band auf der Website der Büchergilde

Yavuz Ekinci, 1979 in Batman geboren, arbeitet als Lehrer und ist Herausgeber einer Reihe zur kurdischen Exilliteratur. Für sein Prosawerk erhielt Ekinci zahlreiche Preise, darunter 2005 den Haldun-Taner-Preis und 2024 den Freedom of Thought and Expression Award des türkischen Verlegerverbands. Zuletzt erschienen die Romane Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam (2017) und Die Tränen des Propheten (2019). In der Türkei wird Ekinci »terroristische Propaganda«vorgeworfen. Der Autor lebt derzeit auf Einladung des PEN Berlin in Deutschland.  

Gerhard Meier, geboren 1957, lebt in Lyon und übersetzt literarische Werke aus dem Türkischen und Französischen, unter anderem von Orhan Pamuk, Zülfü Livaneli, Amin Maalouf und Sait Faik. 2014 erhielt er für sein Gesamtwerk den Paul-Celan-Preis.

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Bora Chung (Korea): »Der Fluch des Hasen«

Storys. Aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee.

Büchergilde Weltempfänger Nr. 13. Storys. Flexcover, Kopffarbschnitt, Lesebändchen, 264 Seiten, Preis für Mitglieder: 24 Euro.

Der faszinierende Auftritt eines Stars der koreanischen Literatur: fesselnde, unheimliche, hochintelligente Storys, die uns mit skurrilem Humor und (manchmal wortwörtlichem) Biss die sehr realen Schrecken und Grausamkeiten unserer modernen Gesellschaften vor Augen führen. Bora Chung entzieht sich jeder literarischen Schublade, sprengt unsere Vorstellungskraft und spielt auf einfallsreiche Weise mit Elementen des literarischen Horrors, der Phantastik und des Surrealen.

Einen entscheidenden Schritt verpasst und direkt in den Abgrund gestürzt: Eine niedliche Hasenlampe wird zum Racheinstrument, der Lieblingsroboter entwickelt ein Eigenleben, Gefahren lauern in unerwarteten Ecken des eigenen Zuhauses. Alles nur Fiktion? Vorsicht: Bora Chungs absurd-komisches, gespenstisches Universum könnte unser eigenes sein …

Für Sie ausgewählt für den Büchergilde-Weltempfänger!

Bora Chung, geboren 1976 in Seoul, ist Autorin von mehreren Romanen und Kurzgeschichten. Sie übersetzt zeitgenössische Literatur aus dem Russischen und Polnischen ins Koreanische, unterrichtete an der Yonsei-Universität u. a. Science Fiction Studies und ist Mitglied der »Science Fiction Writers Union of Korea«. »Der Fluch des Hasen« stand auf der Shortlist für den International Booker Prize 2022 und wurde in 16 Sprachen übersetzt. 

Ki-Hyang Lee, geboren in Seoul, studierte Germanistik, Pädagogik und Japanologie in Seoul, Würzburg und München, wo sie heute lebt. Sie arbeitet als Universitätsdozentin und Übersetzerin und ist Verlegerin des Märchenwald Verlags. Zu ihren zahlreichen Übersetzungswerken gehören Han Kangs »Die Vegetarierin« und Cho Nam-Joos »Kim Jiyoung, geboren 1982«.

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