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30 Jahre litprom - Internationales Lesefest "Zuflucht: Literatur"

Großes Podium bei der letzten Lesung am Freitag, 4. Juni 2010 im Literaturhaus.
Die ganze Welt im Gedicht - dazu kamen Carlos Aguilera, Pegah Ahmadi, Matthias Göritz, Mansur Rajih und Faraj Bayrakdar. Thomas Brückner las die deutschen Texte.
Ermöglicht wurde das Gespräch mit den internationalen Poeten durch die Simultandolmetscher Elisabeth Müller, Jutta Himmelreich, Imad M. Karim und Daniela Schell.

Die dritte Lesung am Donnerstag, 3. Juni fand ebenfalls im Literaturhaus statt und war eine überaus spannende Begegnung zwischen Carmen-Francesca Banciu (Rumänien/Berlin) und Abbas Khider (Irak/Berlin) zum Thema Neue Heimat - Neue Sprache - Neue Literatur? Beide Schriftsteller schreiben in Deutsch, auf eindrucksvolle Weise erläuterten sie, was der Sprachenwechsel für sie bedeutet. Peter Ripken moderierte und trotz des Feiertags verfolgten 90 Literaturinteressierte die Veranstaltung.

Auch bei der zweiten Lesung am Mittwoch, 2. Juni im Literaturhaus Frankfurt war der Saal voll.

Kein Generationenvertrag - Erwachsenwerden und Erinnerung war das Thema, zu dem unter der Moderation von Holger Ehling Easterine Iralu (Indien), Herrad Schenk (Deutschland), Horacio Castellanos Moya (El Salvador) und Ariel Magnus (Argentinien) Ausschnitte aus ihrem literarischen Werk vortrugen und diskutierten. Die deutsche Version der Texte las Brigitta Assheuer.

 

Ausstellungseröffnung in der Zentralen Stadtbücherei

30 Jahre litprom - 30 Jahre Vermittlung und Förderung guter Literatur aus fernen Ländern

Das Hauptaugenmerk der Ausstellung liegt auf der Übersetzungsförderung, die seit 26 Jahren mit Mitteln des Auswärtigen Amts und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia Verlage unterstützt, die Titel aus Afrika, Asien und Lateinamerika herausgeben.

Nach Grußworten von Jörn Hasenclever, Abteilungsleiter der Zentralen Bibliotheken und Tobias Voss, Leiter der Internationalen Abteilung der Frankfurter Buchmesse sprach der salvadorensische Autor Horacio Castellanos Moya was es für ihn bedeutet, in andere Sprachen übersetzt zu werden.

Horacio Castellanos Moya lebte von 2004 bis 2006 im Rahmen des Programms Stadt der Zuflucht in Frankfurt.

Am Dienstag, 1. Juni 2010, startete das Lesefest mit einer Diskussionsrunde zum Thema: Meine Heimat ist die Literatur - Worin finde ich meine Zuflucht?
Auf dem Podium sprachen und lasen (von links nach rechts) Uday Prakash (Autor, Indien), der Moderator Ruthard Stäblein vom Hessischen Rundfunk, Fatima Mernissi (Autorin/Sozialwissenschaftlerin, Marokko) und Ilija Trojanow (Autor, Bulgarien/Deutschland). 

Für das reibungslose Verständnis über die verschiedenen Sprachen hinweg sorgten unsere Dolmetscherinnen, allen voran Jutta Himmelreich - hier bei der Arbeit am Donnerstagabend.

Außerdem im Einsatz: Elisabeth Müller, Daniela Schell und Imad M. Karim

Vielen Dank!

V. Jahreshauptversammlung der Städte der Zuflucht in Frankfurt

Der Dezernent für Kultur und Wissenschaft Prof. Dr. Semmelroth sowie Buchmessedirektor Juergen Boos begrüßten die internationalen Gäste der Jahreshauptversammlung des Internationalen Netzwerks der Städte der Zuflucht (ICORN).

Mehr Informationen zum Netzwerk der Städte der Zuflucht »»

Festredner John Ralston Saul, Präsident des Internationalen PEN, sprach in seiner Festrede über die Chancen einer Einwanderungsgesellschaft und gewann mit seiner humorvollen Art und seinen unorthodoxen Ideen die Aufmerksamkeit des Publikums.

Seit Sommer 2009 wohnt die iranische Lyrikerin Pegah Ahmadi im Rahmen eines Städte der Zukunft-Stipendiums in Frankfurt. Sie liest am Freitag 4. Juni 2010, 20 Uhr im Literaturhaus.

Mehr Informationen zu Pegah Ahmadi »»


Programm des Instituto Cervantes Berlin Frühjahr / Sommer 2010

Hier finden Sie den aktuellen Veranstaltungskalender des Instituto Cervantes Berlin mit Literatur, Kunst und Kino (nicht nur) aus Lateinamerika zum Download. Unter anderem ist Juan Gabriel Vásquez (Kolumbien) mit seinem Roman Die Informanten dabei und Horacio Castellano Moya (El Salvador) stellt im Gespräch mit Michi Strausfeld seinen neuen Roman Der schwarze Palast vor. Außerdem zeigt das Instituto Cervantes von April bis August eine staunenswert umfangreiche Reihe argentinischer Filmproduktionen, thematisch gegliedert in Thriller, Science Fiction und typisch Argentinisches wie Fußball und Tango »»


Literatur aus Afrika im Forum Buch

In der Sonntag nachmittäglichen SWR 2-Sendung besprach Katharina Borchardt am 13. Juni Bücher von Nuruddin Farah, Alain Mabanckou (beide Weltempfänger 6/2010), José Eduardo Agualusa, Samson Kambalu (Titel des Anderen Literaturklubs) und Caryl Férey. Außerdem sprach sie mit dem Afrikanisten und litprom-Vorstandsmitglied Thomas Brückner und spielte Gedichte von Lebogang Mashile (Weltempfänger 7/2010) ein.

Die Sendung kann per Live Stream gehört werden »»


Louis-Philippe Dalembert zu Gast in Deutschland

© Daniel Mordzinski

Louis-Philippe Dalembert, einer der bekanntesten haitianischen Gegenwartsautoren, überlebte die schreckliche Erdbebenkatastrophe im Januar, die in dem "ärmsten Staat der westlichen Hemisphäre" über hunderttausend Todesopfer forderte. Von den Erlebnissen in Port-au-Prince berichtete Dalembert auch in deutschen Medien (taz vom 20.01.10). Nun ist er ab dem 8. Februar als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD für ein Jahr in Deutschland und liest auf Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus seinen Romanen.
Dalembert wurde 1962 in Port-au-Prince geboren. Die Duvalier-Diktatur prägte seine Kindheit. Der siebensprachige Autor, der Nord- und Südamerika, Europa, den Nahen Osten und Afrika bereiste, lebt heute zwischen Paris, Rom und Port-au-Prince. Sein Roman Jenseits der See (litradukt 2008) belegte 2009 Platz 5 der Bestenliste Weltempfänger »»

Sämtliche Termine finden Sie auf den Seiten des Litradukt Verlags.


Marçal Aquino: Flieh. Und nimm die Dame mit

In seinem Roman Flieh. Und nimm die Dame mit (2009) erzählt Marçal Aquino eine berührende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der sozialen Konflikte in einer Goldgräberstadt im Norden Brasiliens. Aquino gehört zu den renommiertesten neueren Autoren Brasiliens und wurde im Rahmen der von Ilija Trojanow herausgegebenen "Weltlese-Reihe" der Büchergilde Gutenberg zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt.
Lesung (portugiesisch/deutsch)

Frankfurt, 20. September, 19:30 Uhr, Stadtbücherei

München, 22. September, 19:00 Uhr im KOKON, Lenbach-Palais, Lenbachplatz 3

Berlin: 24. September, 19:00 Uhr, Ibero-Amerikanisches Institut, Potsdamer Str. 37

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