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Kolloquium rund um Roberto Bolaños 2666

Das Frankfurter Instituto Cervantes lädt zu einem Kolloquium zu Ehren des chilenischen Schriftstellers Roberto Bolaño ein. Im Mittelpunkt steht 2666 (Hanser, Oktober 2009), das schriftstellerische Vermächtnis des 2003 verstorbenen Autors, der seit seinem epochalen "Großroman" als literarischer Weltstar gefeiert wird.
Neben einem Vortrag von Christian Hansen, dem Übersetzer des tausendseitigen Werkes 2666, stehen unter anderem eine Rede des früheren Verlegers von Bolaño, Heinrich von Berenberg und ein Podiumsgespräch auf dem Programm.
Das komplette Programm finden Sie im Veranstaltungskalender des Instituto Cervantes »»
Donnerstag, 25. Februar, 16.00 Uhr im Instituto Cervantes, Staufenstr. 1, 60323 Frankfurt am Main.


Literatur zwischen Frankreich und Afrika mit Fatou Diome

© Fernando Baptista

Fatou Diomes Erstlingsroman Der Bauch des Ozeans (Diogenes 2004) brachte der Schriftstellerin aus dem Senegal international großen Erfolg. Das literarische Schaffen der nach Frankreich immigrierten Autorin bevölkern die individuellen Geschichten der Menschen, deren Leben sich zwischen Afrika und Frankreich vollzieht. Nüchtern schreibt sie von den damit verbundenen Hoffnungen und Enttäuschungen. In einer deutlich von der für Afrika typischen Erzählkunst geprägten und von unbarmherzigem Humor durchsetzten Sprache schildert sie auch in ihrem aktuellen Roman Ketala (Diogenes 2008) die Geschichte einer Frau aus dem Senegal, die an den Integrationsschwierigkeiten in ihrer neuen Heimat Frankreich zerbricht.

Fatou Diome liest an folgenden Orten aus Ketala:
2. März
, 18.30 Uhr, Centre Culturel Franco-Allemand, Kaiserstr. 160-162, Karlsurhe
3. März, 19.30 Uhr, Historischer Ratssaal, Maximilianstr. 12, Speyer
25. April, 13.00 Uhr, Allerweltshaus Köln, Körnerstr. 77-79, Köln


Fremdsein in Paris

© Hermance Triay

Alain Mabanckou, der mit 23 Jahren aus der Republik Kongo nach Paris übersiedelte, erzählt in Black Bazar von den Abenteuern eines schwarzafrikanischen Immigranten in Paris. Humorvoll, schlagfertig und mit großem Scharfsinn skizziert der Autor den Zusammenprall verschiedener Kulturen und zeichnet so ein lebensnahes Bild unserer Gesellschaft, die immer noch den richtigen Umgang mit fremden Lebensweisen sucht, selbst wenn diese längst ein Teil von ihr sind. Im März ist Alain Mabanckou mit seinem in Frankreich gefeierten Bestseller-Roman in Deutschland zu Gast.

Dienstag, 2. März 19.30 Uhr, Haus der Kulturen der Welt  Berlin und im Rahmen einer Fachtagung über afrikanische Literatur an der Humboldt Universität Berlin
Montag, 15. März Institut français Düsseldorf
Dienstag, 16. März Deutsch-Französisches Kulturinstitut Tübingen
Mittwoch, 17. März München
Donnerstag, 18. März Institut français Leipzig
Freitag, 19. März Institut français Bremen


„Monday Monday“ mit Pablo Ramos & Daniel Adoue

Pablo Ramos, geboren 1967, wuchs in ärmlichen Verhältnissen im Großraum Buenos Aires auf, war Elektriker, Koch, Kellner, Straßenverkäufer und schrieb Texte für eine Rockband. Später wurde er Musiker und Schriftsteller und hat mit seinen Gedichten und Erzählungen wichtige lateinamerikanische Literaturpreise gewonnen. Der Ursprung der Traurigkeit (Übers. von Susanna Mende, Suhrkamp 2007) ist sein erster Roman. Das Buch handelt von dem Ende einer Kindheit zwischen Gescheiterten, Sonderlingen, Säufern und Zynikern in einem heruntergekommenen Viertel, in dem Gewalt und Hoffnungslosigkeit regieren. Das Buch berichtet von den wahren, alltäglichen Ereignissen des komplizierten Familien-Zusammenlebens, der Freundschaften und des Sammelns von Erfahrungen in der trostlosen, ja fast finsteren Gegend seines Viertels. Pablos Ramos schafft es hierbei trotz des harten Stoffs mit einer wunderschönen Leichtigkeit zu erzählen und zu verzaubern. Zur Zeit lebt der Autor als Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Berlin.
Der ebenfalls in Buenos Aires geborene Komponist und Pianist Daniel Adoue ist sowohl im traditionellen Tango wie im Tango Nuevo zu Hause und in Sachen Musik ein echter Kosmopolit. Er pendelt zwischen wohl überlegtem, arrangiertem Spiel und spontanen Einfällen, die seiner Musik eine besondere Note verleihen. Inzwischen hat er seine zweite Heimat in Frankfurt gefunden.

Die Reihe „Monday Monday“ wird kuratiert von: Florian Koch, Peter Ripken & Peter Schneckmann

Montag, 22.02.2010, 20:00 Uhr, Die Fabrik – Mittlerer Hasenpfad 5, 60598 Frankfurt am Main, Eintritt: 12,- €, Erm. 8,-€
Weitere Infos und Kartenreservierung unter: www.die-fabrik-frankfurt.de

Mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main / Shahrazad - Geschichten fürs Leben
litprom / GD Bildung und Kultur / DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst /
Generalkonsulat Argentiniens in Frankfurt


Orientalische Erzählkunst von Salim Alafenisch

Der in Heidelberg lebende Sohn eines Beduinenscheichs Salim Alafenisch begibt sich mit seinem jüngsten Roman "Die Feuerprobe" und anderen Erzählungen auf Lesereise. In der Tradition der orientalischen Erzählkunst trägt der palästinensische Autor seine heiter-melancholischen Geschichten frei vor und gewährt dem Publikum märchenhafte Einblicke in die Welt des Morgenlandes.

4. März, 15.00 Uhr, vhs Mosbach, Hauptstr. 96, Mosbach, Neckar
5. März, 20.00 Uhr, Westhoffsche Buchhandlung Platzer, Paßstraße 32, Essen


Poesie und Musik aus Lateinamerika

Zu seinem 85. Geburtstag begibt sich der nicaraguanische Lyriker Ernesto Cardenal auf eine Konzertlesereise durch Deutschland. Unter dem Motto "Den Himmel berühren" liest Cardenal ausgewählte Texte aus seinem umfangreichen literarischen Werk. Begleitet wird er dabei von der Grupo Sal, die seit mehr als 25 Jahren als "Stimme Lateinamerikas" im deutschsprachigen Europa gilt und vielfältige musikalische Collagen zu brisanten Themen darbietet.
Die einzelnen Termine und Veranstaltungsorte erfahren Sie hier »»



Internationales Lesefest „Zuflucht: Literatur“

Zur Feier des 30. Jubiläums von litprom veranstalten wir vom 1.-4. Juni 2010 gemeinsam mit dem Internationalen Netzwerk der Städte der Zuflucht ein Lesefest in Frankfurt. Zwölf Autoren aus allen Teilen der Welt kommen in vier ganz unterschiedlichen Lesungen zusammen – es geht um die Literatur als Zuflucht, um Erwachsenwerden und Erinnerung, Schreiben in einer neuen Sprache und um Poesie.

Die Veranstaltungen im Überblick:

Meine Heimat ist die Literatur – worin finde ich Zuflucht?
Dienstag, 1. Juni 2010, 20 Uhr, Haus am Dom
Mit: Leila Aboulela (Sudan), Uday Prakash (Indien), Ilija Trojanow (Bulgarien/Deutschland)

Kein Generationenvertrag – Erwachsenwerden und Erinnerung
Mittwoch, 2. Juni 2010, 20 Uhr, Literaturhaus, Schöne Aussicht 2, Frankfurt
Mit: Easterine Iralu (Indien/Norwegen), Herrad Schenk (Deutschland), Horacio Castellanos Moya (El Salvador/USA)

Neue Heimat – neue Sprache?
Donnerstag, 3. Juni 2010, 20 Uhr, Literaturhaus, Schöne Aussicht 2, Frankfurt
Mit:
Kader Abdolah (Iran/Niederlande), Carmen Francesca Banciu Rumänien/Deutschland) u.a.

Die lange Nacht der Poesie - Eine ganze Welt im Gedicht
Freitag, 4. Juni 2010, 20 Uhr, Literaturhaus, Schöne Aussicht 2, Frankfurt
Mit: Mansur Rajih (Jemen/Norwegen), Pegah Ahmadi (Iran), Carlos A. Aguilera (Kuba/Deutschland) u.a.

Weitere Informationen finden Sie demnächst hier.


Louis-Philippe Dalembert zu Gast in Deutschland

© Daniel Mordzinski

Louis-Philippe Dalembert, einer der bekanntesten haitianischen Gegenwartsautoren, überlebte die schreckliche Erdbebenkatastrophe im Januar, die in dem "ärmsten Staat der westlichen Hemisphäre" über hunderttausend Todesopfer forderte. Von den Erlebnissen in Port-au-Prince berichtete Dalembert auch in deutschen Medien (taz vom 20.01.10). Nun ist er ab dem 8. Februar als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD für ein Jahr in Deutschland und liest auf Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus seinen Romanen.
Dalembert wurde 1962 in Port-au-Prince geboren. Die Duvalier-Diktatur prägte seine Kindheit. Der siebensprachige Autor, der Nord- und Südamerika, Europa, den Nahen Osten und Afrika bereiste, lebt heute zwischen Paris, Rom und Port-au-Prince. Sein Roman Jenseits der See (litradukt 2008) belegte 2009 Platz 5 der Bestenliste Weltempfänger »»
7. Juni, Literaturhaus Salzburg
9. Juni, Einewelthaus München
weitere Termine folgen