Notice: Undefined index: HTTP_ACCEPT_LANGUAGE in /kunden/litprom.de/webseiten/de.litprom.2013/redaxo/include/classes/class.rex_article_base.inc.php(388) : eval()'d code on line 6
Programm - Literaturtage 2015 - Termine - Termine & News - LITPROM

Programm 2015

Informationen zu den Teilnehmer(inne)n in der Navigation rechts.

Zwei Teilnehmer haben leider aus gesundheitlichen Gründen abgesagt: Linda Lê (Vietnam) und Mohamed Latiff Mohamed (Singapur). Neu ins Programm aufgenommen wurde Lea Pamungkas (Indonesien).

Freitag, 23. Januar 2015

16.00 Uhr, Lesesaal

Eröffnung und Grußworte
Dr. Sonja Vandenrath, Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse und Erster Vorsitzender von Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V.

16.15–17.45 Uhr, Lesesaal

Literarische Vielfalt aus unbekannten Welten
Podiumsdiskussion

Südostasien – eine Region voller Mythen und Legenden. Doch neben Urlaubsbildern von Stränden und Tempeln sind auch Pressefotos von Katastrophen wie dem Tsunami, von Kriegen und Genoziden fest verankert in unseren Köpfen. Von der Literatur wissen wir wenig, ja Südostasien scheint diesbezüglich terra incognita. Und doch hat sich in den letzten Jahrzehnten in diesem heterogenen Kulturraum eine lebendige und vielfältige literarische Szene entwickelt. Wie positionieren sich die Akteure dieser Szene, was haben Sie uns mitzuteilen?

Ayu Utami (Indonesien)
Nguyen Huy Thiep (Vietnam)
Ulrike Draesner (Deutschland)
Moderation: Alice Grünfelder

19.30-21.00 Uhr, Lesesaal

„Der Körper ist meine Sprache“
Lyrik Performance

Zwei Dichter zweier weit entfernter Kontinente, die sich 2012 auf einem Lyrik-Festival in Java kennen gelernt haben und seither zusammenarbeiten. Indem Ulrike Draesner zum Beispiel die Gedichte des Indonesiers übersetzt und die deutsche Fassung auch vorträgt. Beide interessiert das Verhältnis von Dichtung, Körper und Wahrnehmung, beide machen es auch zum Thema ihrer Gedichte und Performances. Eine besondere Begegnung.

Afrizal Malna (Indonesien)
Ulrike Draesner (Deutschland)
Moderation: Cornelia Zetzsche

Die Veranstaltungen werden konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Samstag, 24. Januar 2015

Literaturen im Gespräch
In Werkstattgesprächen diskutieren Autorinnen und Autoren mit dem Publikum.

11.00-12.30 Uhr

Werkstattgespräch 1:
Geschichte schreiben

Vietnam – ein Land mit kolonialer Vergangenheit und einem schweren Weg in die Selbstständigkeit. Wie schreiben über den Vietnamkrieg und seine psychosozialen Folgen für ein ganzes Volk? Welche Erzählperspektive ist solch tiefgreifenden historischen Brüchen angemessen? Nguyen Huy Thiep gibt Auskunft.

Nguyen Huy Thiep (Vietnam)
Moderation: Katharina Borchardt
Das Gespräch wird konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

11.00-12.30 Uhr

Werkstattgespräch 2:
Im Exil: Gedächtnis und Überschreibung

Aufgespannt zwischen unterschiedlichen Identitäten verhandeln Lea Pamungkas und Madeleine Thien in ihren Werken die Frage, wie sich die Vergangenheit in die Gegenwart einschreibt: Wie funktioniert Erinnerung – und wie kann man von Exil und Verlust erzählen, die Last dieser Erinnerung aber zugleich im Heute überschreiten?

Lea Pamungkas (Indonesien / Niederlande)
Madeleine Thien (China / Malaysia / Kanada)
Moderation: Claudia Kramatschek
Das Gespräch wird konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.


ARTE-Filmprogramm im Lesekabinett
Der Eintritt zu den Filmvorführungen ist frei.

11.00–11.15 Uhr

Mit offenen Karten: Die ASEAN auf dem Weg zur asiatischen Union?
Dokumentation von Didier Ozil, ARTE France 2014, 12 Min.
Der Verband Südostasiatischer Staaten ist ein wichtiger Akteur der Globalisierung, dessen Einfluss in den nächsten Jahren weiter steigen dürfte. Ein einführender Film über die Arbeitsweise der ASEAN und die Weltregion, deren Zusammenhalt sie stärken soll.

11.15–12.00 Uhr

© Heldenfilm/Max Preiss

Likay Star – Vom Dschungel in die Thai-Oper
Dokumentation von Marco Wilms, ARTE/ZDF 2012, 43 Min.
Das Flüchtlingskind Manop liebt die in Thailand enorm populären Likay-Volksopern mit ihren prächtigen Kostümen. Die Stücke erzählen von Sehnsucht und Herzschmerz, thematisieren dabei aber auch soziale und politische Missstände. Manop schreibt dem Likay-Star Chaiya Mitchai einen Brief. Sein Traum wird wahr: er wird eingeladen.

13.00–14.15 Uhr

Indonesien – Archipel der Erschütterungen
Dokumentarfilm von Baudouin Koenig, ARTE France 2011, 76 Min.
Indonesien ist die Demokratie mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit und Mitglied der G20. Ein aufstrebendes Land, geprägt von politischen und gesellschaftlichen Gegensätzen. Im Film äußern sich Indonesier über ihr Landes: Studenten, Bauern, Künstler, Banker und Aktivisten ebenso wie islamische Scharia-Richter und der Terroristenführer Abu Bakar Bashir.

14.30–15.25 Uhr

© SWR

Kambodschas weibliches Gesicht
Dokumentation von Pierre Combreux, ARTE/SWR 2013, 52 Min.
Das heutige Kambodscha ist noch immer traumatisiert von den Massakern des Pol-Pot-Regimes. Viele Khmer ringen um ihre Identität zwischen Tradition und Wirtschaftsboom. Der Film stellt starke Frauen vor, die versuchen, die Grenzen der konservativen kambodschanischen Gesellschaft neu zu definieren, ohne dabei ihre Wurzeln zu verraten.

16.30–17.20 Uhr

Ohne Zins ins Paradies
Dokumentation von Nigel McCarthy, ARTE/ZDF 2011, 51 Min.
„Islamic Banking“ ist in südostasiatischen Ländern wie Malaysia, Singapur und Indonesien zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Der Film stellt das religiös geprägte Bankwesen vor, das z.B. auf Geschäfte mit Schweinefleisch, Waffen, Glücksspiel und Pornografie verzichtet.


14.30–16.00 Uhr

Werkstattgespräch 3:
Heimat – einem Konstrukt auf der Spur

Die Romane von Stephan Thome und Ayu Utami führen in urbane Räume, aber auch in abgelegene Ortschaften. Unterscheidet sich ein hessisches Dorf womöglich kaum von einem kampung? Worin besteht Heimat – hier und anderswo? Aus einer Landschaft und den Traditionen des Alltags? Muss man Heimat aktiv gestalten, oder ist sie unveränderlich? Und schließlich: Muss man als Autor gelegentlich weggehen, um vertraute Plätze literarisch genauer in den Blick nehmen zu können?

Stephan Thome (Deutschland)
Ayu Utami (Indonesien)
John McGlynn (USA / Indonesien)
Moderation: Katharina Borchardt
Das Gespräch wird konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

14.30–16.00 Uhr

Werkstattgespräch 4:
Ein neues Leben wagen

Einwanderer sind gezwungen, ein neues Leben anzufangen. Ist das immer nur schwer oder kann es auch ein Glück sein? Was passiert mit dem alten Leben, den Kindheitserinnerungen? Wie sich die eigene Geschichte und die des Herkunftslandes im wahrsten Sinne des Wortes fortschreiben in den Beziehungen und der Familie im neuen Land – darüber wollen wir mit den Autorinnen sprechen.

Lea Pamungkas (Indonesien / Niederlande)
Kim Thúy (Vietnam / Kanada)
Moderation: Ruthard Stäblein
Das Gespräch wird konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

Wir empfehlen, sich 30 Minuten vor Beginn des Werkstattgesprächs einzufinden, da die Sitzplätze begrenzt sind und wir keinen Platz garantieren können.

18.00–19.30 Uhr, Lesesaal

Erinnern und Verstehen – Geschichten erzählen als Echo der Vergangenheit
Abschlusspodium

Historische Altlasten überschatten die Gegenwart in den meisten Gesellschaften. Welches Gepäck nimmt man mit aus der Vergangenheit und was bedeutet es für die Gegenwart? Schriftsteller nehmen die Rolle als Erzähler von Geschichte ein und helfen zu verstehen.

Stephan Thome (Deutschland)
Afrizal Malna (Indonesien)
Madeleine Thien (China / Malaysia / Kanada)
Moderation: Cornelia Zetzsche

20.00 Uhr, Lesesaal

Der Klang der Fremde und Der Geschmack der Sehnsucht
Lesung mit Kim Thúy

Wenn der Schock der Fremdheit überwältigend ist, lässt sich die Welt am besten über die Sinne erschließen. Die Autorin Kim Thuy feiert in ihren beiden Romanen mit den sprechenden Titeln das Leben, das ihr auch in der Fremde unerwartete Glücksmomente und überraschende Erfahrungen bereitet. Dabei spielen die sinnlichen Erfahrungen, die mit der Kunst des Kochens verbunden sind, eine nicht unwichtige Rolle.

Moderation: Claudia Kramatschek
Lesung des deutschen Textes: Ellen Schulz

Die Veranstaltungen werden konsekutiv ins Deutsche gedolmetscht.

© Anke Kluß