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Thema der Literaturtage 2017 - Thema - Literaturtage 2017: Weltwandeln in französischer Sprache - Termine & News - LITPROM

Litprom-Literaturtage 2017: Weltwandeln in französischer Sprache (20. – 21. Januar 2017)

Im Oktober 2017 wird Frankreich nach 28 Jahren wieder Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein. Dabei ist das Französische schon seit geraumer Zeit eine internationale Literatursprache. Sie bildet ein grenzüberschreitendes Netzwerk, das sich von Afrika in die Karibik, vom Maghreb bis nach Vietnam erstreckt. Daran wollen die Litprom-Literaturtage 2017 Weltwandeln in französischer Sprache erinnern und werden mit elf internationalen Autorinnen und Autoren über ihr poetisches und persönliches Verhältnis zum Französischen diskutieren. Die Litprom-Literaturtage setzen sich so zur Aufgabe, den Facettenreichtum auch der außereuropäischen Literaturen in französischer Sprache zu beleuchten.

Zugleich jährt sich der Beginn einer Debatte im französischsprachigen Literaturbetrieb: 2007 unterzeichneten 44 Autorinnen und Autoren aus Afrika, Asien, der Karibik und der arabischen Welt das Manifest Pour une „littérature-monde“ en français, erschienen in der französischen Tageszeitung Le Monde. Für sie bedeutet „Francophonie“ eine neo-koloniale Ausgrenzung einer „nur“ frankophonen Peripherie durch das französische Zentrum. Befürworter der Frankophonie halten dagegen, die vom Manifest geforderte internationale Verzweigung einer Weltliteratur in französischer Sprache sei der Grundgedanke der Frankophonie selbst. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Manifests setzen die Litprom-Literaturtage 2017 Weltwandeln in französischer Sprache auch an dieser sprachlichen Verwerfungslinie an.

Fragestellungen der Litprom-Literaturtage 2017:

  • Wie finden und beschreiben internationale Autorinnen und Autoren französischer Sprache ihr Verhältnis zu ihrem Werkstoff, dem Französischen?
  • Welche Beziehung haben internationale Autorinnen und Autoren heute zum Französischen, wenn sie in dieser Sprache dichten? Haben sie Vorbilder? Und wenn ja: welche? Nehmen sie sich ein Beispiel an Vorgängergenerationen wie der Négritude-Bewegung oder den Autorinnen und Autoren der postkolonialen, nationalstaatlichen Unabhängigkeit?
  • Welchen Einfluss haben kollektive Bewegungen wie die Créolité? Beschreibt die Vernetzung der Sprachen und Literaturen ihren Zugang zum Französischen adäquat? Oder finden Autorinnen und Autoren heute ihr ganz individuelles Verhältnis zum Französischen?

Litprom lädt elf AutorInnen vom 20. bis zum 21. Januar 2017 zu einem zweitägigen Literaturfestival ins Frankfurter Literaturhaus ein. Ein großes Eröffnungspodium breitet am Freitag das vielfältige Panorama der Beziehungen zwischen den Autorinnen und Autoren und „ihrem“ je eigenen Französisch aus. Am folgenden Tag kann das Publikum, von Moderatoren vermittelt, die individuellen Poetiken unserer Gäste in fünf verschiedenen Werkstattgesprächen kennenlernen. Ein Abschlusspodium führt die vielfältigen Diskussionen der Literaturtage zusammen. Ergänzt werden die Literaturtage durch eine literarische Lesung am Freitagabend, ein in Kooperation mit arte angebotenes Filmprogramm sowie eine Abschlussperformance oder ein Abschlusskonzert.