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Teilnehmer*innen - Literaturtage 2017: Weltwandeln in französischer Sprache - Termine & News - LITPROM

Die Autor*innen

© MEYER ORIGINALS

Meriam Bousselmi
ist eine tunesische Autorin, Regisseurin und Anwältin. Ihre Stücke behandeln universelle Fragen nach Macht und Gerechtigkeit, insbesondere das Recht zu sprechen und die Pflicht zu schweigen. Sie ist Gast im Berliner Künstlerprogramm des DAAD 2016 und Gründerin von FOUNDOU*KOLLECTIV in Berlin.

“Die Banalität der Gewalt – Die junge tunesische Anwältin und Regisseurin Meriam Bousselmi sorgt mit ihren gesellschaftskritischen und politisch ambitionierten Theaterstücken für öffentliches Aufsehen in ihrer Heimat.” Mit ihr sprach Suleman Taufiq auf qantara.de.


© Timo Volz

Carolin Callies
geboren in Mannheim, veröffentlichte zahlreiche Texte in bekannten Literaturzeitschriften. Für ihr lyrisches Debut «fünf sinne und nur ein besteckkasten» (Schöffling & Co. 2015) erhielt sie 2015 den Thaddäus-Troll-Preis. Sie ist Teilnehmerin an der Deutsch-Französischen Lyrikwerkstatt der Romanfabrik.

“In ihrem Lyrik-Erstling erkundet Carolin Callies die Körperlichkeit in allen Erscheinungsformen vom Somatischen bis zum Erotischen” – eine Besprechung von Michael Braun in der NZZ.


Louis-Philippe Dalembert
wurde in Haiti geboren. Das „Vagabundieren“ ist eine wesentliche Bewegung seiner literarischen Figuren, der das Fühlen und Denken folgen. Der Autor selbst vagabundiert zwischen Ländern und Sprachräumen. Auf Deutsch erschien zuletzt sein Roman Die Götter reisen in der Nacht (litradukt). Mit dem Roman «Jenseits der See» (litradukt 2008) war er auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger vertreten.

Seine gespaltene Kindheit aber wird zum Sinnbild der gespaltenen Kultur von Haiti, hin- und hergerissen zwischen Glocken und Trommeln. Der Erzähler würde gerne an die alten Götter glauben, die nachts durch die Träume reisen.
(Ruthard Stäblein für die taz)


Pedro Kadivar
im Iran geboren, emigrierte im Alter von 16 Jahren nach Paris. Er arbeitet als Theaterautor und -regisseur in Deutschland und Frankreich, wo er u.a. den “Prix SACD 2014 de la dramaturgie de langue française” gewonnen hat. Auf Deutsch erscheint sein literarischer Essay Kleines Buch der Migrationen im Sujet Verlag.


© Mathieu Bourgois

Linda Lê
geboren 1963 in Vietnam, kam mit 14 Jahren nach Frankreich. Migrationserfahrungen prägen das Schreiben der Autorin ebenso wie eine intensive Auseinandersetzung mit französischen Klassikern. Auf Deutsch erschien 2014 der Roman «Flutwelle» (Dörlemann), mit dem sie in der Auswahl für den Prix Goncourt war.


© Hermance Triay

Alain Mabanckou
ist in Deutschland einer der bekanntesten internationalen Autoren in französischer Sprache. Unter anderem erhielt er den renommierten Prix Renaudot (2006). Zuletzt war er mit seinem Roman «Morgen werde ich zwanzig» (Liebeskind 2015) auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger (2015) vertreten.

Morgen werde ich zwanzig – Im Krebsgang zum Glück. Mehr sanft als bissig parodiert der französisch-kongolesische Autor die Zustände der postkolonialen Gesellschaft und den Staatssozialismus seines Herkunftslandes”. Matthias Hennig bespricht den Roman auf nzz.ch.

“Wie Afrika sich selbst entdeckte – Der kongolesische Schriftsteller Alain Mabanckou spricht in seiner Antrittsvorlesung am Collège de France kämpferisch über die afrikanische Literatur. Nachzulesen in der Zeitschrift Sinn und Form.”
Lothar Müller in der Süddeutschen Zeitung.


Boniface Mongo-Mboussa
ist in der Republik Kongo geboren und zählt zu den renommiertesten Kritikern französischsprachiger Literatur. Er ist unter anderem literarischer Berater des Salon Africain auf der Genfer Buchmesse und Dozent für frankophone Literaturen am Pariser Sarah Lawrence College.

Boniface Mongo-Mboussa im Gespräch mit Jeune Afrique über afrikanische Literatur (auf Französisch): « La littérature africaine a perdu de son pouvoir de subversion ».


© Leonhard Hilzensauer

Fiston Mwanza Mujila
geboren in der DR Kongo, lebt heute in Graz, wo er Lyrik und Prosa schreibt und afrikanische Literatur an der Universität unterrichtet. Er ist als Performer seiner Texte bekannt, die er wie Jazzpartituren komponiert. Sein Roman Tram 83 (Zsolnay 2016) steht beispielhaft dafür.

„Kongo ist kein Land, sondern eine Utopie“.Fiston Mwanza Mujila, in Österreich lebender Kongolese, beeindruckt mit seinem ersten Roman Tram 83. Sebastian Fasthuber reznesiert ihn im FALTER 30/16.

“Fiston Mwanza Mujila: Tram 83 – “Schreiend zum Erfolg” von Tobias Wenzel auf deutschlandradiokultur.de


© Roger von Heerenman

Boualem Sansal
ist der wichtigste algerische Gegenwartsautor. Er erhielt 2011 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Sein Roman «2084. Das Ende der Welt» (Merlin 2016) entwirft die Dystopie einer religiösen Diktatur. Er war mit mehreren Werken auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger vertreten.

“Apokalyptischer Gottesstaat – Bigaye beobachtet Euch! George Orwell reloaded: In 2084 – Das Ende der Welt entwirft Boualem Sansal die Vision einer religiösen Diktatur. Dystopischer Horror, der leider vor dem Schrecken der Gegenwart verblasst.” Eine Besprechung von Sandra Kegel auf faz.net.


© Patrice Normand

Shumona Sinha
geboren in Kalkutta, lässt ihre Erfahrungen als Dolmetscherin einer französischen Migrationsbehörde in den Roman «“Erschlagt die Armen!”:http://www.edition-nautilus.de/programm/belletristik/buch-978-3-89401-820-7.html» (Edition Nautilus 2015) einfließen. Neben etlichen französischen Literaturpreisen erhielt sie hierfür den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt (2016).

“Der obszönen Bürokratie das Genick brechen. “Lügenfabrik” – so nennt die Protagonistin von Shumona Sinhas Roman die Asylbehörde, in der sie arbeitet. Dann schlägt sie einem Migranten eine Weinflasche auf den Kopf.” Milena Hassenkamp hat den Roman auf ZEIT ONLINE besprochen.

“Die Erzählerin fühlt sich verfolgt von den Worten, die aus den Mündern der Bittsteller strömen, wird nachts von ihnen eingeholt. So stürzt die Sprachgymnastin vom Trapez, weil ihr das Gleichgewicht nach und nach abhanden kommt. Das Gleichgewicht, das überlebensnotwendig ist, um zwischen den Sprachwelten zu balancieren.” Riccarda Gleichauf analysierte das Buch für faust kultur.


© Hermance Triay

Anne Weber
geboren in Offenbach, lebt seit 1983 als Autorin und Übersetzerin in Paris. Sie erhielt den Heimito-von-Doderer-Preis sowie zahlreiche andere Literaturpreise. Ihre Bücher, die sie auf Deutsch und Französisch verfasst, erscheinen parallel in beiden Sprachen. Zuletzt erschien «“Ahnen. Ein Zeitreisetagebuch”:http://www.fischerverlage.de/buch/ahnen/9783100022479» (S. Fischer).

“Die Frische des Sonnenaufgangs – Anne Weber hat ein großartiges Buch über die Suche nach Herkunft geschrieben. In “Ahnen” erzählt sie von ihrer Annäherung an den Urgroßvater und von einer komplizierten deutschen Familiengeschichte.” Alexander Cammann auf Zeit online.


Die Mitwirkenden

© Suzana Beljan

Stéphane Bittoun
arbeitet als Theaterregisseur, Autor und Filmemacher – und hat sich parallel dazu einen Namen als Synchron- und Dokumentarsprecher für Hörspiele und Lesungen gemacht. Für seine Film-Theater-Hörspielabende wurde Bittoun u.a. in Berlin für den George-Tabori-Preis nominiert.


Katharina Borchardt
ist Literaturredakteurin, Moderatorin bei SWR2 und Mitglied der Weltempfänger-Jury. Sie beschäftigt sich intensiv mit Literaturen aus Asien und Afrika und reist regelmäßig beruflich in diese Weltregionen.


© Aziz Mouatz

Regina Keil-Sagawe
ist freie Literaturübersetzerin, Kulturjournalistin, Dozentin und Moderatorin mit Schwerpunkt Maghreb und vielfältig im deutsch-maghrebinischen Austausch aktiv, u. a. als Initiatorin des Kulturdialogs Heidelberg-Marokko.


Florian Kniffka
ist Kurator der Litprom-Literaturtage 2017. Er hat Komparatistik und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt studiert, wo er auch zum Thema „Kreolisierung“ promoviert. Er betätigt sich als freier Essayist und Literaturkritiker und schreibt für die LiteraturNachrichten von Litprom und für CULTurMAG.


Claudia Kramatschek
ist freie Literaturkritikerin, Feature-Autorin, Kuratorin und Kulturjournalistin. 2015 war sie Jurysprecherin des Deutschen Buchpreises. Ihr Interesse gilt Themen wie Exil und Migration, Identität und Heimat. Sie ist Mitglied der Weltempfänger-Jury.


© Frommknecht

Ruthard Stäblein
ist Mitglied der Weltempfänger-Jury und arbeitet als Literaturredakteur bei HR2. Außerdem ist er Autor von Essays über Dekadenz und Herausgeber einer Reihe über Moral. Er richtet Hörbücher wie den Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und Siegfried Unseld ein.


Jan Wilm
ist anglistischer Literaturwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt, freier Literaturkritiker und Übersetzer. Zuletzt erschien seine Studie „The Slow Philosophy of J.M. Coetzee“ (Bloomsbury, 2016). Er betreibt den Blog www.wilmvorlesungen.de.


Mikalai Zastsenki
ist in Weißrussland geboren. Nach seinem Abschluss an der Weißrussischen Staatlichen Musikakademie kam er ans Dr. Hoch’s Konservatorium Frankfurt. Seit 2007 setzt er sein Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt fort und unterrichtet Saxofon.


Die Übersetzer*innen

© Wolfgang Sauer

Marianne Crux
absolvierte ein Studium der Angewandten Sprachwissenschaften (Französisch, Englisch und Dänisch) in Germersheim und an der Faculté des Lettres in Reims. Im Anschluss an eine Festanstellung bei der Französischen Botschaft arbeitet sie seit 1988 als freiberufliche Dolmetscherin vom Frankfurter Raum aus.


Jutta Himmelreich
ist als freie Übersetzerin und Dolmetscherin in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Farsi tätig, versteht sich als Diplomatin im Dienste der Weltliteratur und legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Förderung von Literatur aus dem Globalen Süden.


Elisabeth Müller
wuchs in Mexiko-Stadt auf. Sie studierte Französisch und Spanisch in Paris, Bilbao und Saarbrücken. Sie ist Literaturübersetzerin und Dolmetscherin und schreibt Beiträge für verschiedene Zeitschriften. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt, wo sie ein kleines Übersetzungsbüro betreibt.


Edouard Schartz
ist in Luxemburg geboren und seit seinem Studium an der Universität Mainz als freiberuflicher Diplomübersetzer und -dolmetscher tätig. Er übersetzt außerdem Fachbücher.