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Nachklapp - Rückblick - Creative Matches for the Future - Indonesien 2015 - Service - LITPROM

Creative Matches for the Future 2015

Ein Rückblick

“Creative Matches for the Future” lautete das Motto dieses Pilotprojekts, unter dem Litprom vom 14.10. – 18.10. indonesische und deutsche Literaturschaffende zusammengebracht hat. Aller sprachlichen Barrieren zum Trotz haben sich die AutorInnen gemeinsam auf eine literarische und kulturelle Entdeckungsreise begeben und ihr Werk einem deutschen Publikum vorgestellt. Wir präsentieren hier einige Einblicke in diese spannende Buchmessewoche:

Mi, 14.10. / Fr, 16.10. / Sa, 17.10.

“Poesie: Extra Scharf!” im Orange Peel und Cafe1 der Fachhochschule Frankfurt.
Gemeinsam auf der Bühne performten indonesische und deutsche Spoken Word Poetry-KünstlerInnen:

Knallfabet Podcast Oktober 2015

Werfen Sie hier einen Blick in die Videodokumentation zu “Poesie: Extra Scharf!”:

© 2015 Psychedelic Soul Experience Films

  • Gunawan Maryanto

    Gunawan Maryanto

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

  • Dalibor Marcovic

    Dalibor Marcovic

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

  • Cok Sawitri

    Cok Sawitri

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

  • Safiye Can

    Safiye Can

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

  • Nirwan Dewanto

    Nirwan Dewanto

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

  • Timo Brunke

    Timo Brunke

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

  • Moderator und Kurator Dirk Hülstrunk

    Moderator und Kurator Dirk Hülstrunk

    (c) Michaela Santos-Engelleiter

Mi, 14.10. / Do, 15.10.

Lesungen der KinderbuchautorInnen Arleen Amidjaja und Djoko Lelono an der ISF International School Frankfurt und der Metropolitan School Frankfurt:

  • Djoko Lelono an der ISF Internationalen Schule

    Djoko Lelono an der ISF Internationalen Schule

    (c) ISF Internationale Schule

  • (c) Metropolitan School Frankfurt

  • Arleen Amidjaja an der ISF Internationalen Schule

    Arleen Amidjaja an der ISF Internationalen Schule

    (c) ISF Internationale Schule

  • Djoko Lelono an der Metropolitan School Frankfurt

    Djoko Lelono an der Metropolitan School Frankfurt

    (c) Metropolitan School Frankfurt

  • Arleen mit Hanna von Litprom

    Arleen mit Hanna von Litprom

“The older students said he was very funny. Also, 'His story was creative and catching.' Another asked today, 'Can we do that again?'” (Jessica Tyerman, MSF)

“Thank you again for allowing us to host Arleen and Djoko. We really enjoyed their visits and would love to host more authors in the future. I have heard nothing but good things from the students and teachers about the storytelling.” (Colleen Beaupre, ISF)

“Thank you sooo much for taking care of me while I was there! I was especially touched by the children and the teachers in ISF. I felt very welcomed there.” (Arleen Amidjaja)

“Amidjaja schreibt Kinderbücher und wir hatten mit ihr eine Lesung an der ISF Internationalen Schule Frankfurt organisiert. Zwei Kindergartengruppen erwarteten sie freudig und lauschten dann den wunderbar auf die Kinder abgestimmten, lebhaften Lesungen: Amidjaja erzählte ihre Geschichten frei nach, bezog die Kinder immer wieder mit Fragen in die Geschichten mit ein und hatte außerdem zur Veranschaulichung Pappfiguren an Schnüren mitgebracht, die sie passend zur Erzählung bewegte. Die Lesung war für alle Beteiligten bereichernd.” (Johanna Scheffer, derzeitige Praktikantin bei Litprom)

Mi, 14.10. – Sa, 17.10.

Creative Matches – Erlebnisse & Eindrücke der AutorInnen

  • Treffen deutscher und indonesischer Autoren auf der Frankfurter Buchmesse

    Treffen deutscher und indonesischer Autoren auf der Frankfurter Buchmesse

“Eigentlich wollte meine indonesische Nachbarin beim Treff mit den Autoren mitkommen. Sie ist mit ihrer Familie vor Jahren geflüchtet, aber wir haben noch nie darüber geredet. Mir wurde jedenfalls klar, dass dieses Treffen auch eine politische Dimension hat, und eine kulinarische. Die Nachbarin konnte nicht, weil sie für viele Indonesier kochen wollte. Wo kann man mit Indonesiern essen gehen, dachte ich mir. Halal oder vegetarisch, und Innenstadtnah? Der Treff war kurz. Ein Ausflug zum Römerberg. Es fing an mit der Verwunderung über den Nahverkehr. Keine Schranken oder Automaten zum Abstempeln der Fahrkarten. Wie funktioniert das hier in der Metro? Es ging weiter, mit den Fotos der Bambus-Installation beim Kunstverein. Römerberg, Main, Fachwerkhäuser, Deutschland. Mir war es wichtig, auch in die Paulskirche zu gehen. Erklärungen über deutsche Demokratie, Geschichte und Fragen über die Bedeutung der Schweine in dem Wandbild folgten. Wir trafen noch die anderen Autoren, Frankfurt ist klein und kalt. Die kulinarische Lösung war dann Kaffee, Kuchen und Torten am Liebfrauenberg.
Ein großer Tisch mit vielen Fragen, Lachen und Fotos. Dann ging es schnell weiter, zur Zentral-Bibliothek, zur Stadtbücherei zu einer Lesung mit gesungener Poesie. Ein kurzer, schöner Nachmittag.” (Michael Bloeck)

  • Zen Hae und Martin Piekar

    Zen Hae und Martin Piekar

“Frankly, the FBF is the first international event where I met and discussed everything with German authors. I really appreciate your big effort for connecting me with German authors and audience. […] And I very enjoyed my literary walking with Martin Piekar. He is an energetic person and is an extremely passionate poet.” (Zen Hae)

“Ich empfand das Treffen mit Zen Hae als sehr bereichernd und es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, ein sehr sympatischer Mensch und ein toller Poet – auch wenn ich noch kein Gedicht von ihm las, aber das Sprechen über Dichtung war sehr schön und bereichernd. Ich wäre sehr gerne auch in Zukunft bei diesem Projekt oder auch anderen dabei, der internationale Austausch unter Autor*Innen kommt mir erfrischend vor und das ist ein Erlebnis, dass ich auf jeden Fall wiederholen möchte.” (Martin Piekar)

Lily Yulianti Farid und Ulla Lenze
Lily Yulianti Farid und Ulla Lenze

“Mein Treffen mit Lily Yulianti Farid: ein vergnüglicher Spaziergang über die Frankfurter Buchmesse, auf dem wir uns unsere Bücher zeigten, einander unsere Kollegen vorstellten, Schoko-Crepes aßen und Gado Gado. Lily fand sich auf dem unübersichtlichen Gelände bedeutend besser zurecht als ich und nahm mich buchstäblich an die Hand. Wir liefen bestimmt zwei Kilometer. Es war ein wunderbarer Nachmittag.” (Ulla Lenze)

  • Triyanto Triwikromo & Jannis Plastargias

    Triyanto Triwikromo & Jannis Plastargias

“In der Vergangenheit hatte ich immer mal wieder Gelegenheit, Menschen aus anderen Ländern durch Frankfurt zu führen […]. Jedes Mal bin ich neu aufgeregt, so auch vor dem Treffen mit Triyanto Triwikromo […]. Was ich am indonesischen Autoren sogleich bewunderte, war, dass er fast ansatzlos in eine tiefe Konversation einstieg – meiner Erfahrung nach braucht es bei den meisten Menschen eine längere Phase des Antastens. Er jedoch stellte sofort Fragen, die mich überlegen ließen und die auch nicht wirklich einfach zu beantworten waren.
So war dann auch unser erster Programmpunkt: die Ausstellung von Daniel Richter in der Schirn Kunsthalle, die den Namen “Hello, I love you” trägt, kein bloßes Vorbeilaufen und Schauen, sondern es ergab sich eine rege Diskussion über die Massaker in seinem Heimatland Mitte der Sechziger Jahre. Triyanto Triwikromo schreibt gerade einen Roman über diese Zeit und befand sich in Frankfurt auf Motivsuche für sein Cover. So redeten wir nicht nur über die Geschichte, sondern auch über die Literatur in Indonesien (kritische Anmerkungen seinerseits über Kolleginnen, die über eben dieses Massaker geschrieben haben und nun seiner Ansicht zu Unrecht gehyped werden) und über das Schreiben und Arbeiten an sich. Überhaupt redeten wir sehr viel über unsere Motive und Leitthemen, die wir beim Schreiben haben, wobei es durchaus persönlich und intim wurde, wobei dies eher auf mich zutraf, weil er mich sehr viel schonungsloser fragte als ich ihn (- das ist wahrscheinlich auf seinen “Brotjob” als Chefredakteur einer Tageszeitung zurückzuführen).
Wir zogen dann weiter in den Frankfurter Kunstverein, in dem verschiedene indonesische Künstler/innen ausstellen. […] Eine schöne Koinzidenz war hier nun, dass der Künstler Jompet Kuswidananto die Installation „Power Unit“ ausstellt. Herr Kuswidananto hatte für eine andere Installation ein Gedicht von Herrn Triwikromo benutzt. Nun wollte letzterer diese Installation für sein Cover benutzen. Das Besondere war, dass sich die beiden Künstler nur virtuell kannten und hier in Frankfurt nun kennenlernten und ihre Absprache treffen konnten. Ein schöner Moment für alle von uns.
Für mich war das Treffen unheimlich spannend und aufschlussreich. Auf der Buchmesse gibt es immer ein Gastland und durch die eine oder andere Aktion in Frankfurt wird einem dieses dann näher gebracht, aber der persönliche intime Kontakt über mehrere Stunden hinweg ist natürlich etwas ganz Anderes und ich bin sehr glücklich darüber, dass die LITPROM dies ermöglichte. Dieses Programm sollte auf jeden Fall weiter bestehen bleiben.” (Jannis Plastargias)

  • Julia Mantel und Djoko Lelono

    Julia Mantel und Djoko Lelono

“We met at the Messe, we discussed about my books, then off we went.
First we went to the bookshops, where I read one of Julia's poem – a sweet short one about one corner of Frankfurt. Then we went to the “bahnhof” that had pictures of universities' lives on its wall, the Bockenheimer Warte Bahnhof. Julia told me about the students' movements at the time and about the photographer. From there we went to Römer, where Julia told me about how the place was rebuild after WWII. We then went to the museum of art – to spend almost one hour watching so many intriguing things in the museum – especially where Julia tried to cross the hall by using the hanging rings, unsuccessfully. She told me much about William Forsythe, who had an exhibition at that time titled 'The Fact of Matter'.
After this we visited an authentic Frankfurter cafe where they boasted real apple juice direct from the garden – and I ate the 'cheese with music' dish. […] First, I have to thank Julia for being a very helpful and informative guide. Secondly, I got a taste of her poem – simple, but beautiful – I can feel it though I do not speak German. Somehow it reminded me when I wrote poems – yes, I write poems, too – the style is similar: urban, everyday happenings, short.
I enjoyed also the atmosphere in the Dauth Sneider – feeling the atmosphere of 'real' Germany – with the people, noises, authentic German cafe smells.What I got from the date was a new insight of Germany and the German people.” (Djoko Lelono)

“Thank you very much for organizing events for us. I had a great time meeting both German and Indonesian authors in Frankfurt.” (Intan Paramaditha)

“Erstmal danke für die tolle Möglichkeit die AutorInnen aus Indonesien zu treffen und sich mit ihnen über das Schreiben, Literatur und den Buchmarkt oder einfach persönlich auszutauschen. Für mich persönlich, war das eine schöne Erfahrung und auch unglaublich interessant und spannend.” (Lisa Kaldowski)

Fr, 16.10.

“Literarische Perspektiven: Indonesien – Deutschland”

  • A.S. Laksana und Gunawan Maryanto in der Weltenleser Buchhandlung

    A.S. Laksana und Gunawan Maryanto in der Weltenleser Buchhandlung

Die deutschen Autoren Ulla Lenze (Die endlose Stadt, Frankfurter Verlagsanstalt 2015) und Andreas Stichmann (Das große Leuchten, Rowohlt 2012) reisten 2015 auf Einladung des Goethe-Instituts Jakarta für vier Wochen nach Indonesien. Gemeinsam mit den indonesischen Autoren A.S. Laksana (How to Find True Love and Other Stories, Lontar Foundation 2015) und Gunawan Maryanto (Sukra´s Eyes and Other Tales, Lontar Foundation 2015) sprachen sie in der Weltenleser Buchhandlung in Frankfurt über ihre Erfahrungen, Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten deutscher und indonesischer Literatur.