LiBeraturpreis 2016

Diese Autorinnen waren nominiert:

© Antoine Delesvaux

Marguerite Abouet [Elfenbeinküste]: „Aya: Leben in Yop City“

Graphic Novel. Aus dem Französischen von Ulrich Pröfrock (Reprodukt).
Marguerite Abouet (Text) / Clément Oubrerie (Illustration).
Weltempfänger Nr. 26/Frühjahr 2015

Die Jury: Knallbunt und lebensfroh: Das sind die Aya-Comics, die nun in einem zweiten dicken Sammelband vorliegen. Aya studiert inzwischen an der Uni in Abidjan, ihre Freundin Bintou macht eine Beratungsstelle „in Sachen Jungs“ auf, und Innocent wandert nach Frankreich aus. Ein Band voll Cornrow-Frisuren und großgemusterter Kleider, schnell geschnitten wie eine Fernsehserie. Kurzweilig, witzig und turbulent. (Katharina Borchardt)

Die Übersetzung aus dem Französischen wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amts unterstützt durch Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

Informationen zum Buch und zur Autorin auf den Seiten des Verlags.

© Simone Ahrend

Najet Adouani [Tunesien]: „Meerwüste“

Gedichte. Aus dem Arabischen von Leila Chammaa (Lotos Werkstatt).
Weltempfänger Nr. 27/Sommer 2015

Die Jury: Seit 2012 lebt die tunesische Dichterin Najet Adouani im deutschen Exil. Im Gedichtband Meerwüste erweist sie sich als eine Umbeugsame, die in so kraftvollen wie zärtlichen Bildern die menschliche Sehnsucht nach Freiheit besingt. Ein großes Plus: Die Ausgabe ist zweisprachig! (Claudia Kramatschek)

Die Übersetzung aus dem Arabischen wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amts unterstützt durch Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

Informationen zum Buch und zur Autorin sowie Presse- und Medienberichte auf den Seiten des Verlags.

Ein Gedicht von Najet Adouani in den LiteraturNachrichten Nr. 124 (Frühjahr 2016)

© Gabriel Díaz

María Sonia Cristoff [Argentinien]: „Lasst mich da raus“

Roman. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen (Berenberg-Verlag).
Weltempfänger Nr. 29/Winter 2015

Die Jury: Ein Provinzmuseum in der argentinischen Pampa dient als Kulisse für ein anregendes Spiel mit Fiktion und Fakten. Dieser Roman ist eine wütende, witzige Auseinandersetzung mit nationalen Mythen – und ein Votum für ein Leben „gegen den Strich“. (Andreas Fanizadeh)

Der Roman ist einer der vier Titel im Programm 2016 des Anderen Literaturklubs.

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amts unterstützt durch Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

“Untergründige Subversivität in einer verschlafenen Provinzstadt in Argentiniens Pampa. Daraus schafft María Sonia Cristoff einen spannenden Roman”, befindet Maja Petzold in ihrer Rezension auf seniorweb.ch am 27.02.2016.

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin auf den Seiten des Verlags.

Ein Porträt der Autorin in den LiteraturNachrichten Nr. 124 (Frühjahr 2016).

© Katharina Lütscher

Ayelet Gundar-Goshen [Israel]: „Löwen wecken“

Roman. Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama (Kein & Aber).
Weltempfänger Nr. 26/Frühjahr 2015

Die Jury: Ein israelischer Neurochirurg überfährt einen illegal eingewanderten Eritreer. Und begeht Fahrerflucht. Die Autorin entwickelt mit großer Ruhe einen rasanten Plot. Ein Arzt, eingeklemmt zwischen zwei Welten und zwei starken Frauen. Dazu ein furioses Finale mit drei (halb-)starken Beduinen. Tiefgründig und überraschend. (Andreas Fanizadeh)

Informationen zum Buch und zur Autorin sowie Presse- und Medienberichte auf den Seiten des Verlags.

Weltempfänger-Jurymitglied Claudia Kramatschek hat sich für die LiteraturNachrichten Nr. 124 (Frühjahr 2016) mit der Autorin unterhalten.

© Krzysztof Zielinski

Antjie Krog [Südafrika]: „Körper, beraubt“

Gedichte. Aus dem Englischen und Afrikaans von Barbara Jung (Matthes & Seitz).
Weltempfänger Nr. 26/Frühjahr 2015

Die Jury: Die südafrikanische Lyrik-Ikone Antjie Krog beglückt hier mit so persönlichen wie politischen Gedichten des Aufbegehrens: gegen das eigene Altern, gegen alten Rassismus, gegen neuen ethnischen Wahn in ihrer Heimat. Ihre Sprache: messerscharf und doch poetisch. Ihre Haltung: Empathie und Hoffnung trotz kühlem Sachverstand. Ihr Motto: „untergrunds ist platz für alle“. Ein Trostbuch in Zeiten wie diesen. (Claudia Kramatschek)

Informationen zum Buch und zur Autorin sowie Presse- und Medienberichte auf den Seiten des Verlags.

© Hans Scherhaufer

Laksmi Pamuntjak [Indonesien]: „Alle Farben Rot“

Roman. Aus dem Indonesischen von Martina Heinschke (Ullstein).
Weltempfänger Nr. 28/Herbst 2015

Die Jury: Amba liebt Bhisma, den Arzt und Aktivisten. Getrennt werden beide durch die gnadenlose Gewalt von General Suhartos Kommunistenjagd 1965. 40 Jahre später sucht sie ihn auf der einstigen Gefangenen-Insel Buru. Ein kunstvoller Liebes- und Polit-Roman, ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Landes, ein Epitaph für die Opfer, im Spiegel des Nationalepos Mahabharata. Der wichtigste Roman im indonesischen Herbst. (Cornelia Zetzsche)

Informationen zum Buch und zur Autorin sowie Presse- und Medienberichte auf den Seiten des Verlags.