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Die Preisträgerinnen 1992-2001 - 2002-2012 - LiBeraturpreis - LITPROM

Die Preisträgerinnen 1992-2001

2001: Paula Jacques [Ägypten]

“Die Frauen mit ihrer Liebe”.

Paula Jaques, 1948 in Ägypten geboren, wurde 1957 aus Kairo vertrieben, lebte eine Zeit lang in einem Kibbuz in Israel und wohnt mittlerweile in Frankreich.

Auf Deutsch erschienen:
Die Frauen mit ihrer Liebe. Roman. Originaltitel: Les femmes avec leur amour. Aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe. Edition Ebersbach 2000 (vergriffen), Fischer TB 2002(vergriffen).
Die leichtsinnigen Engel. Roman. Originaltitel: Deborah et les anges dissipés. Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky. Rowohlt 1994 (vergriffen).
Das Erbe der Carlotta Sonsino aus Kairo. Roman. Originaltitel: L' héritage de tante Carlotta. Aus dem Französischen von Giuliana Broggi Beckmann. Rowohlt 1993 (vergriffen).


2000: Edwidge Danticat [Haiti/USA]

“Die süße Saat der Tränen”: In den Wirren eines Aufstandes der Haitianer in den 1930er Jahren werden die achtzehnjährige Amabelle und ihr Geliebter, der von Peitschenhieben entstellte Saisonarbeiter Sebastien, getrennt. Ihr gelingt die Flucht über die Grenze, aber sie kann Sebastien nicht vergessen.

Edwige Danticat, geboren 1969 in Port-au-Prince, emigrierte 1981 in die USA und studierte Literatur am Barnard College und der Brown University. Heute lebt und arbeitet sie in New York. Danticat ist eine der bekanntesten Autoren der haitianischen Diaspora und gelangte mir ihrem Roman Der verlorene Vater auf Platz 2 der Weltempfänger-Bestenliste Nr.9.

Auf Deutsch erschienen:
Der verlorene Vater. Roman. Originaltitel: The Dew Breaker. Aus dem Englischen von Susann Urban. Edition Büchergilde 2010 (vergriffen), Unionsverlag 2013.
Die süße Saat der Tränen. Roman. Originaltitel: The Farming of Bones. Aus dem Englischen von Beate Thill. Claassen 1999 (vergriffen), List-Taschenbuch-Verlag 2000.
Atem, Augen, Erinnerungen. Roman. Originaltitel: Breath, eyes, memory. Aus dem Englischen Friederike Jünemann. Von Schröder 1996 (vergriffen), Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag 1999 (vergriffen).


1999: Astrid Roemer [Surinam]

“Könnte Liebe sein”: Während in Surinam die Vorbereitungen zu einem Prozess laufen, der die jüngere Geschichte des Landes aufrollt, macht sich die Protagonistin Cora ebenfalls auf den Weg in die Vergangenheit, um die Verstrickung ihrer eigenen kleinen Familie zu verstehen.

Astrid H. Roemer, 1947 in Surinam geboren, emigrierte 1966 in die Niederlande, wo sie Gedichte und Romane veröffentlichte.

Auf Deutsch erschienen:
Könnte Liebe sein. Roman. Originaltitel: Lijken op liefde. Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby. Goldmann 2000 (vergriffen).
Könnte Liebe sein. Roman. Originaltitel: Lijken op liefde. Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby. Berlin Verlag 1998 (vergriffen).


1998: Mayra Montero [Kuba]

“Der Berg der verschwundenen Kinder”: Ein amerikanischer Forscher und sein einheimischer Führer suchen in den unzugänglichen Bergen Haitis nach einem mysteriösen Frosch, dem vielleicht weltweit letzten Exemplar der Spezies. In einer von Gefahr und Gewalt erfüllten Atmosphäre versucht der eine, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen, während für den anderen alles Unheimliche und Unerklärliche seinen festen Platz in der Ordnung der Welt hat.

Mayra Montero wurde 1952 in Havanna geboren und lebt auf Puerto Rico. Sie arbeitete jahrelang als Journalistin und schrieb mehrere Romane.

Auf Deutsch erschienen:
Wo Aida Caruso fand. Roman. Originaltitel: Como un mensajero tuyo. Aus dem Spanischen von Sybille Martin. Fretz und Wasmuth 2000 (vergriffen), Droemer Knaur 2002 (vergriffen).
Der Berg der verschwundenen Kinder. Roman. Originaltitel: Tú, la oscuridad. Aus dem Spanischen von Sybille Martin. Zsolnay 1997 (vergriffen), Goldmann 1999 (vergriffen).
Bolero der Leidenschaft. Roman. Aus dem Spanischen von Marion Lütke. Goldmann Verlag 1992; Galgenberg 1992 (vergriffen).


1997: Zoe Valdés [Kuba]

“Das tägliche Nichts”: In munterem Ton erzählt die junge, eigensinnige Yocandra, Zoé Valdés alter ego, ihr Leben in Havanna während der seit 1960 andauernden wirtschaftlich katastrophalen “Spezialperiode”. Und offenbart ihre Erfahrungen mit Liebe, Leidenschaft und Verrat.

Zoé Valdés, 1959 auf Kuba geboren, ist Sprach- und Literaturwissenschaftlerin. Sie hat mehrere Jahre in Paris als Angehörige der kubanischen UNESCO-Delegation gearbeitet, kehrte dann wieder nach Havanna zurück, wo sie als Schriftstellerin und Drehbuchautorin tätig war. Heute lebt sie wieder in Paris.

Auf Deutsch erschienen:
Café Cuba. Roman. Aus dem kubanischen Spanisch von Klaus Laabs. Ammann 2004 (vergriffen), btb 2006 (vergriffen).
Geliebte erste Liebe. Roman. Originaltitel: Querido primer novio. Aus dem Spanischen von Peter Schwaar. Ammann 2001 (vergriffen), Goldmann 2003 (vergriffen).
Dir gehört mein Leben. Roman. Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Ammann 1997 (vergriffen), Goldmann 1998 (vergriffen), btb 1999 (vergriffen).
Das tägliche Nichts. Roman. Originaltitel: La nada cotidiana. Aus dem kubanischen Spanischen von Klaus Laabs. Büchergilde Gutenberg 1996 (vergriffen), Ammann 1996 (vergriffen); Goldmann 1998 (vergriffen).


© Jerry Bauer

1996: Carmen Boullosa [Mexiko]

“Die Wundertäterin”: Zu der jungen Wundertäterin in dem verrufenen Viertel der Riesenstadt Mexiko kommen Bedürftige aus allen Schichten. Sie kuriert sie von ihren realen und eingebildeten Leiden, Defekten und Obsessionen, behält aber immer ein neugieriges und leicht spöttisches Verhältnis zu ihrer Gabe der Wundertätigkeit und zu ihren mannigfaltigen “Fällen”. Als eines Tages ein Privatdetektiv auf die Wundertäterin angesetzt wird, um sie wegen politischer Mißliebigkeit auszuschalten, bricht ein anderer Teil der Wirklichkeit in ihre Lebenswelt ein.

Carmen Boullosa, 1954 in Mexiko City geboren, ist Lyrikerin, Theater- und Romanautorin. Neben dem LiBertaurpreis erhielt sie mehrere Auszeichnungen (u.a. den Anna Seghers-Preis sowie den Premio de novela Café Gijón). Sie war Gastprofessorin an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten und ist als Moderatorin an dem Fernsehprogramm Nueva York beteiligt. Derzeit lebt sie in New York.

Auf Deutsch erschienen:
Der fremde Tod. Roman. Originaltitel: Duerme. Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Suhrkamp 1998 (vergriffen).
Verfolgt. Roman. Originaltitel: Antes. Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Aufbau 1996 (vergriffen).
Die Wundertäterin. Roman. Originaltitel: La milagrosa. Aus dem Spanischen von Susanne Lange. Suhrkamp 1995.
Sie sind Kühe, wir sind Schweine. Roman. Originaltitel: Son vacas, somos puercos. Aus dem Spanischen von Erna Pfeiffer. Suhrkamp 1993 (vergriffen), 2000.


1995: Venus Khoury-Ghata [Libanon]

“Die Geliebte des Notablen”.

Khoury-Gata ist 1937 im Libanon geboren und emigrierte 1973 mit ihrem Ehemann nach Paris. Neben dem LiBeraturpreis erhielt sie weitere Preise, u.a. den Prix Mallarmé (1986), den Prix des Gens des Lettres (1992) und den Prix des Anges (2003).

Auf Deutsch erschienen:
Die Verlobten vom Kap Ténès. Roman. Originaltitel: Les fiancés du Cap Ténès. Artemis und Winkler 1998 (vergriffen), Droemer Knaur 2000 (vergriffen).
Die Geliebte des Notablen. Roman. Originaltitel: La maîtresse du notable. Aus dem Französischen von Sigrid Köppen. Horlemann 1994 (vergriffen).
Bayarmine: ein Haremsroman. Originaltitel: Bayarmine. Aus dem Französischen von Widulind Clerc-Erle. Fischer Taschenbuch 1990 (vergriffen).


© Markus Kirchgessner

1994: Patricia Grace [Neuseeland]

“Potiki”.

Patricia Grace, geboren 1937 in Wellington, Neuseeland, war viele Jahre Lehrerin. 1975 gelang ihr mit dem Erzählband Wairaki als erster Maori-Autorin eine Veröffentlichung. Für den Roman Potiki — ihr erstes Buch, das auf Deutsch übersetzt wurde — erhielt Patricia Grace 1994 den LiBeraturpreis. 2006 wurde sie mit dem neuseeländischen Prime Minister's Award for Literary Achievement geehrt. Die Autorin lebt auf dem Land ihrer Vorfahren.

Auf Deutsch erschienen:
Anapuke, Berg der Ahnen. Roman. Originaltitel: Baby No-Eyes. Aus dem Engl. von Helmi Martini-Honus und Jürgen Martini. Unionsverlag 2003 (vergriffen).
Drei Cousinen. Aus dem Englischen von Helmi Martini-Honus und Jürgen Martini. Unionsverlag 1997 (vergriffen), 2004 (vergriffen).
Unter dem Manukabaum: Geschichten der Maori. Erzählungen. Aus dem Englischen von Christine Holliger. St. Gabriel 1995, Nagel & Kimche 1995 (vergriffen).
Potiki. Roman. Originaltitel: Potiki. Aus dem Englischen von Helmi Martini-Honus und Jürgen Martini. Unionsverlag 1993 (vergriffen), 1994 (vergriffen), 2005 (vergriffen), 2012.


1993: Pham Thi Hoai [Vietnam]

“Die Kristallbotin”.

Phạm Thị Hoài, 1960 in Vietnam geboren, kam 1977 nach Ostberlin, um an der Humboldt-Universität zu studieren, wo sie 1983 als Archivarin diplomierte. Im gleichen Jahr erschien ihr erster Novellenband Fünf Tage. Zurück in Vietnam lebte sie in Hanoi, arbeitete in ihrem erlernten Beruf und begann zu schreiben. Seit 2000 lebt sie wieder in Berlin. Sie ist Gründerin der Internetpublikation „Talawas“. Ihr Blog heißt “Pro&Contra” (procontra.asia). Sie hat zahlreiche Werke wichtiger deutschsprachiger Autoren ins Vietnamesische übersetzt: Franz Kafka, Bertolt Brecht, Thomas Bernhard oder Friedrich Dürrenmatt.

Auf Deutsch erschienen:
Sonntagsmenü. Kurzgeschichtensammlung. Aus dem Vietnamesischen von Dietmar Erdmann. Unionsverlag 1995 (vergriffen), 2005 (vergriffen), 2009.
Die Kristallbotin. Roman. Originaltitel: La messagère de cristal. Aus dem Französischen von Angela Praesent. Rowohlt 1992 (vergriffen).


1992: Rosario Ferré [Puerto Rico]

“Kristallzucker”: Zucker ist in diesem puertoricanischen Tal die Quelle des Reichtums und der Macht, aber zugleich auch Auslöser des Niedergangs. In einer bilderreichen Sprache erzählt Rosario Ferré von der moralischen und wirtschaftlichen Dekadenz Puerto Ricos und seinem Ausverkauf an US-amerikanische Interessen.

Rosario Ferré ist am 28. September 1938 in Puerto Rico geboren. Rosario Ferré hat englische und lateinamerikanische Literatur studiert (Master an der Universidad de Puerto Rico, Ph.D. an der University of Maryland, USA). Sie gründete und leitete zwischen 1972 und 1976 eine der wichtigsten Literaturzeitschriften ihres Landes, Zona de carga y descarga. Für ihre literarischen Werke hat sie verschiedene Literaturpreise erhalten, darunter „El Ateneo de Puerto Rico“ und den renommierten „Premio Casa de las Américas“ (Kuba). Sie lebt wieder in Puerto Rico, wo sie Professorin an der Universidad de Puerto Rico ist.

Auf Deutsch erschienen:
Die Stimmen der Träume. Roman. Originaltitel: Eccentric neighbourhoods. Aus dem Spanischen von Elisabeth Müller. Krüger 1999 (vergriffen), Fischer Taschenbuch 2001 (vergriffen), RM-Buch-und-Medien-Vertrieb 2002 (vergriffen).
Isabel. Roman. Originaltitel: The house on the lagoon. Aus dem Englischen von Lisa Grüneisen und Jochen Staebel. Scherz 1997 (vergriffen), Bertelsmann 1998 (vergriffen), Droemer Knaur 1999 (vergriffen).
Kristallzucker. Roman. Originaltitel: Fracción mágica. Aus dem Spanischen von Wolfgang Binder. Rotpunktverlag 1991.
Das halbe Hühnchen auf dem Weg zum Palast: Fabeln und Erzählungen aus Puerto Rico. Aus dem Spanischen von Wolfgang Binder. Verlag der Ev.-Luth. Mission 1990 (vergriffen).