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Die Preisträgerinnen 2002-2012 - 2002-2012 - LiBeraturpreis - LITPROM

Die Preisträgerinnen 2002-2012

© Sofia Elena Aroayoz

2012: Sabina Berman [Mexiko]

“Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte”: Sabina Bermans zweiter Roman, erstmalig auf Deutsch erschienen, handelt von einem autistischen Mädchen, das eine Thunfischfabrik erbt, diese modernisiert und sich gegen mächtige Konkurrenten durchsetzt.

Sabina Berman, Tochter jüdischer Emigranten aus Osteuropa, wurde 1955 in Mexiko-Stadt geboren. Für ihre Theaterstücke, Fernsehspiele, Gedichte und Prosatexte erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem viermal den mexikanischen Nationalpreis für Theater. Darüber hinaus publiziert sie Anthologien weiblicher Schriftsteller und schreibt Drehbücher, beispielsweise zu dem Film „Das Paradies der Mörder“ (Mexiko 2009) über die Frauenmorde in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez.

Auf Deutsch erschienen:
Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte. Roman. Originaltitel: La Mujer que buceó dentro del Corazón del Mundo. Aus dem Spanischen von Angelica Ammar. S. Fischer Verlag 2011.


© JL Allwork

2011: Nathalie Abi-Ezzi [Libanon]

“Rubas Geheimnis”: Abi-Ezzis erster Roman gibt den Libanon-Krieg im Jahr 1982 aus Sicht eines achtjährigen Mädchens wieder und zeichnet hierbei ein Bild des Alltags inmitten einer vom Krieg geprägten Umgebung.

Nathalie Abi-Ezzi, 1972 im Libanon geboren, lebt seit 1983 in Großbritannien. Sie hat bereits zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihr Buch „Rubas Geheimnis“, für das sie den LiBeraturpreis erhielt, wurde außerdem für den Author’s Club Best First Novel Award nominiert.

Auf Deutsch erschienen:

Rubas Geheimnis. Roman. Originaltitel: A girl made of dust. Aus dem Englischen von Annette Meyer-Prien. Rowohlt Verlag 2010; rororo 2011. (Taschenbuch).


© Alejandra López

2010: Claudia Piñeiro [Argentinien]

“Elena weiß Bescheid”: Piñeiros zweiter Roman dreht sich um eine Mutter-Tochter-Beziehung. Elenas Tochter wird erhängt im Glockenturm aufgefunden, die Mutter glaubt jedoch nicht an einen Selbstmord und setzt alles daran, hinter das Geheimnis dieses rätselhaften Todes zu kommen.

Claudia Piñeiro, 1960 in Buenos Aires geboren, wandte sich nach dem Wirtschaftsstudium dem Schreiben zu, arbeitete als Journalistin, schrieb Theaterstücke, Kinder- und Jugendbücher und führte Regie fürs Fernsehen. Ihr Debütroman “Ganz die Deine” kam 2003 in die Endauswahl für den Premio Planeta, und für ihren zweiten Roman “Die Donnerstagswitwen” erhielt sie 2005 den Premio Clarín.

Auf Deutsch erschienen:
Betibú. Roman. Originaltitel: Betibú. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Unionsverlag 2013.
Der Riss. Roman. Orignialtitel: Las grietas de Jara. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Unionsverlag 2011.
Die Donnerstagswitwen. Roman. Originaltitel: Las viudas de los jueves. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Unionsverlag 2010.
Elena weiß Bescheid. Roman. Originaltitel: Elena sabe. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Unionsverlag 2009. (Taschenbuch).
Ganz die Deine. Roman. Originaltitel: Tuya. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen. Unionsverlag 2008. (Taschenbuch).


© Privat

2009: Elizabeth Subercaseaux [Chile]

“Eine Woche im Oktober”: Im Mittelpunkt von Subercaseaux‘ Roman steht Clara, eine 46 Jahre alte Frau, bei der Brustkrebs diagnostiziert wird. Um ihrem Schicksal die Stirn zu bieten, fängt sie an Tagebuch zu schreiben und auf diese Weise Versäumtes aufzuholen.

Elizabeth Subercaseaux, 1945 in Chile geboren, ist die Urenkelin von Robert Schumann. Nach einem längeren Aufenthalt in Spanien kehrte sie schließlich nach Chile zurück und arbeitete dort während der Pinochet-Diktatur 17 Jahre lang als Journalistin im Untergrund – heute ist sie dort eine gefeierte Bestsellerautorin.

Auf Deutsch erschienen:
Die Geliebten. Roman. Originaltitel: Las confidentes. Aus dem Spanischen von Maria Hoffmann-Dartevelle. Pendo Verlag 2011; Piper 2013. (Taschenbuch).
Eine fast perfekte Affäre. Roman. Originaltitel: Un affaire casi perfecto. Aus dem Spanischen von Maria Hoffmann-Dartevelle. Pendo Verlag 2010; Piper 2011. (Taschenbuch).
Eine Woche im Oktober. Roman. Originaltitel: Una semana de octubre. Aus dem Spanischen von Maria Hoffmann-Dartevelle. Pendo Verlag 2008; Piper 2009. (Taschenbuch).


© Simon Westcott

2008: Aminatta Forna [Sierra Leone/GB]

“Abies Steine”: Fornas Debütroman stellt eine Chronik der verschiedenen Epochen Sierra Leones dar: von der Kolonialzeit über die ersten Jahre der Unabhängigkeit, den Zusammenbruch des Gemeinwesens im Bürgerkrieg bis zur Hoffnung eines Neuanfangs nach dessen Ende. Vier Frauen eines Dorfgründers erzählen ihre Geschichte und damit die ihrer Familie aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln.

Aminatta Forna wurde 1964 in Glasgow geboren, wuchs in Sierra Leone auf und kehrte als Erwachsene nach England zurück. Nach einer preisgekrönten Karriere als Journalistin für BBC Television arbeitet sie nun ausschließlich als Schriftstellerin. Neben dem LiBeraturpreis erhielt sie 2011 den Commonwealth Writer's Prize für ihren zweiten Roman „Ein Lied aus der Vergangenheit“, der es 2012 auch auf den zweiten Platz der Weltempfänger-Bestenliste schaffte.

Auf Deutsch erschienen:
Ein Lied aus der Vergangenheit. Roman. Originaltitel: The Memory of Love. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini Bandini. Deutsche Verlags-Anstalt 2012.
Abies Steine. Roman. Originaltitel: Ancestor Stones. Aus dem Englischen von Sabine Schwenk. Berlin-Verlag 2007.


© Unionsverlag

2007: Michelle de Kretser [Australien/Sri Lanka]

“Der Fall Hamilton”: In ihrem zweiten Roman erzählt de Kretser Roman einen historischen Kriminalfall, der sich um die Ermordung eines Plantagenbesitzers im Ceylon der 30er Jahre dreht.

Michelle de Kretser, geboren 1957 in Colombo, Sri Lanka, emigrierte mit ihrer Familie im Alter von vierzehn Jahren nach Australien. Sie studierte Literaturwissenschaft in Melbourne und Paris und arbeitete mehrere Jahre als Lektorin. Für ihre Romane ist sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, darunter der Commonwealth Writers Prize, der Tasmania Pacific Prize, der britischer Encore Award und der LiBeraturpreis.

Auf Deutsch erschienen:
Der Fall Hamilton. Roman. Originaltitel: The Hamilton Case. Aus dem Englischen von Anke Caroline. Klett-Cotta 2006; Unionsverlag 2008. (Taschenbuch).
Die Rosenzüchterin von Montsignac. Roman. Originaltitel: The Rose Grower. Rütten und Loening (aufbau) 2001. (vergriffen).


© Rotpunktverlag

2006: Andrea Blanqué [Uruguay]

“Die Passantin”: In Blanqué Roman geht es um das Zufällig-an-einem-Ort-Sein, das Unterwegssein, das flüchtige Abenteuer, das Vorübergehen: Die 37 Jahre alte Ich-Erzählerin, einst Weltenbummlerin ist alleinerziehende Mutter und Lehrerin und schreibt ihre Erlebnisse nieder.

Andrea Blanqué, 1959 in Montevideo geboren, schreibt regelmäßig für El País Cultural (Spanien), wo sie vor allem durch ihre Porträts von schreibenden Frauen bekannt geworden ist. Sie hat zahlreiche Gedichte und Erzählungen veröffentlicht. Für „Die Passantin“ hat sie neben dem LiBeraturpreis mehrere Literaturpreise in Uruguay und Argentinien erhalten.

Auf Deutsch erschienen:
Die Passantin. Roman. Originaltitel: La Pasajera. Aus dem Spanischen von Sybille Martin. Rotpunktverlag 2005. (vergriffen).


© Nurettin Cicek

2005: Fatou Diome [Senegal]

“Der Bauch des Ozeans”: Ihr Debütroman, der mit dem LiBeraturpreis und dem Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser ausgezeichnet wurde, beschreibt die Lebensträume von Senegalesen wie Madické, der unbedingt nach Frankreich auswandern möchte, um dort als Fußballer reich und berühmt zu werden – und die harte Wirklichkeit.

Fatou Diome, 1986 im Senegal geboren, lebt in Straßburg, wo sie Literaturwissenschaft studierte, promovierte und mittlerweile selbst lehrt. Neben Romanen schreibt sie Novellen und Erzählungen und moderiert eine monatliche literarische Talk-Show für den Fernsehsender France 3 Alsace. Im Januar 2013 war sie bei den von Litprom organisierten Afrikanischen Literaturtagen in Frankfurt zu erleben.

Auf Deutsch erschienen:
Eingeborene zuerst! Erzählungen. Originaltitel: La Préférence Nationale. Aus dem Französischen von András Dörner. Sujet Verlag 2012.
Ketala. Roman. Originaltitel: Kétala. Aus dem Französischen von Brigitte Große. Diogenes Verlag 2007. (vergriffen).
Der Bauch des Ozeans. Roman. Originaltitel: Le Ventre de l’Atlantique. Aus dem Französischen von Brigitte Große. Diogenes Verlag 2004; Neuauflage 2006.


© Haymon Verlag

2004: Leïla Marouane [Algerien]

“Entführer”: In ihrem Roman erzählt Marouane die tragikomische Geschichte vom Zerfall einer traditionellen Reedersfamilie in ihrer Heimat, die sich als Parabel auf ein Algerien lesen läßt, das in Lüge und Aberglauben, Doppelmoral, Heuchelei und Gewalt erstickt.

Leïla Marouane, kam 1960 als ältestes von zehn Kindern eines ins Exil verbannten Anführers der algerischen Befreiungsarmee und seiner Frau, einer jugendlichen Maquisardin, auf Djerba zur Welt. Sie studierte in Algier Medizin und Literaturwissenschaft, war dort Redaktionsassistentin und Journalistin bei „Horizons“ und „El-Watan“. Seit 1990 lebt und arbeitet sie in Paris. Ihr letzter Roman, “Das Sexleben eines Islamisten in Paris” stand 2011 auf der Weltempfänger-Bestenliste.

Auf Deutsch erschienen:
Das Sexleben eines Islamisten in Paris. Roman. Originaltitel: La vie sexuelle d’un islamiste à Paris. Aus dem Französischen von Marlene Frucht. Edition Nautilus 2010.
Die Bestrafung der Heuchler. Roman. Originaltitel: Le châtiment des hypocrites. Aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe. Haymon Verlag 2005.
Entführer. Roman. Originaltitel: Ravisseur. Aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe. Haymon Verlag 2003.
Das Mädchen aus der Kasbah. Roman. Originaltitel: La fille de la casbah. Aus dem Französischen von Rolf und Hedda Soellner. Zsolnay 1998. (vergriffen).


© Unionsverlag

2003: Oh Jung-Hee [Korea]

“Vögel”: Oh Jung-Hees Roman handelt von den Träumen zweier südkoreanischer Kinder, die von ihren Eltern verlassen in einer ärmlichen Hinterhofwohnung leben.

Oh Jung-Hee, geboren 1947 in Seoul, veröffentlichte bereits mit 21 Jahren mit großem Erfolg ihre erste Erzählung und gehört heute zu den angesehensten koreanischen Schriftstellerinnen. Ihr Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Yisang Literaturpreis. Oh Jung-Hee lebt in Chunchon.

Auf Deutsch erschienen:
Der Gedenkstein. Erzählungen. Aus dem Koreanischen von Kim Sun-Hi und Edeltrud Kim. Pendragon 2006.
Vögel. Roman. Originaltitel: Sae. Aus dem Koreanischen von Edeltrud Kim und Kim Sun-Hi. Pendragon 2002; Unionverlag 2005. (Taschenbuch).
Der Hof meiner Kindheit. Erzählungen. Aus dem Koreanischen von Kyung-He Brixel und Christa Wittermann. Edition Peperkorn 2001.
Die Seele des Windes. Erzählungen. Aus dem Koreanischen von Miy-He Kim und Sylvia Bräsel. Edition Peperkorn 1998.


2002: Yvonne Vera [Zimbabwe]

“Schmetterling in Flammen”: In ihrem ausgezeichneten Roman führt Vera den Leser nach Makokoba, ein Township in Zimbabwe kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs. Mit hochpoetischer Sprache erzählt sie von der Liebe zwischen der jungen Phephelapi und dem viel älteren Fumbatho, die gefangen ist zwischen der von Repressalien bestimmten kolonialen Alltagswelt und dem schwarzen Leben auf den Straßen und den Hinterhöfen des Township.

Yvonne Vera, 1964 in Bulawayo geboren, studierte im kanadischen Toronto, wo sie 1992 ihren ersten Prosaband veröffentlichte. Sie schrieb vier Romane, die mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und in mehrere Sprachen – darunter ins Schwedische, Dänische und Deutsche – übersetzt wurden. Yvonne Vera war Direktorin der Nationalgalerie in Bulawayo, Simbabwe. Sie starb 2005 in Toronto an Meningitis.

Auf Deutsch erschienen:
Schmetterling in Flammen. Roman. Originaltitel: Butterfly Burning. Aus dem Englischen von Thomas Brückner. Frederking und Thaler 2001. (vergriffen).
Black Women – Neue Literatur aus Afrika. Anthologie. Yvonne Vera (Hg.). Übersetzt von Heike Brillmann-Ede, Jutta Himmelreich und Anita Jörges-Djafari. Lamuv Verlag 2001.
Nehanda. Roman. Originaltitel: Nehanda. Aus dem Englischen von und Maria von der Ahé und Kate Reiner. Coleba Verlag 2000. (vergriffen).
Eine Frau ohne Namen. Roman. Originaltitel: Without a Name. Aus dem Englischen von Hilde Schruff. Marino-Verlag 1997; Unionsverlag 1999. (vergriffen).
Seelen im Exil. Erzählungen. Originaltitel: Why Don't You Carve Other Animals? Aus dem Englischen von Hilde Schruff. Lamuv 1997. (Taschenbuch).