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Kinder- und Jugendmedien

Unbedingt lesenswert! - Unsere Buchtipps

Chen Jianghong: An Großvaters Hand
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
Moritz Verlag 2009
80 S., € 24,80

In beeindruckenden Bildern erzählt der vielfach ausgezeichnete Illustrator und Autor Chen Jianghong seine Kindheit in Nordchina. Zwar ist die Familie arm, aber zufrieden: Die Eltern arbeiten, die Großmutter kocht und züchtet Küken im Hof, Chens taubstumme Schwester besucht eine Gehörlosenschule. Chen selbst, der noch sehr klein ist, begleitet seinen Großvater oft in den Park. Doch mit Beginn der Kulturrevolution wird alles anders. Propaganda und Gewalttaten sind an der Tagesordnung, Erinnerungsstücke und Bücher müssen verbrannt werden und das Leben der Familie ändert sich von Grund auf. Chen Jianghong führt anhand persönlicher Erinnerungen durch ein erschreckendes Kapitel der jüngeren chinesischen Geschichte. Das Buch ist für Kinder ab 7 Jahren aber auch für Erwachsene gedacht, die mit einem etwas anderen Blick mindestens ebenso fasziniert sein werden.


Nasrin Siege (Text), Barbara Nascimbeni (Ill.): Wenn der Löwe brüllt
Peter Hammer Verlag 2009
32 S., € 15,90

Wenn der Hunger im Bauch rumort, dann fühlt sich das wie ein brüllender Löwe an. Ab und an kann man den Löwen vertrösten, wenn man mit den anderen Kindern spielt, aber dann reißt der das Maul wieder weit auf und brüllt entsetzlich. Emanuel und Bilali leben auf der Straße, irgendwo in Afrika. Sie kennen den Löwen gut. Manchmal können sie ihn nicht besänftigen, wenn sie zu wenig Geld haben, dann reicht es nur für süßen Tee. Aber ab und an schnurrt der Löwe auch zufrieden, denn meistens kommen die beiden Jungs ganz gut klar auf der Straße. Nasrin Siege zeigt uns liebenswerte, ganz normale Kinder, mit ganz normalen Träumen - und Barbara Nascimbeni bringt sie - und den Löwen - uns sehr nahe. Dazu kommt noch ein Spiel mit Collageschnipseln, die Suchen, Finden und Erkennen möglich machen, jenseits der Geschichte. Ein gutes Vorlesebuch ab 5 Jahren.


Kazumi Yumoto (Text)/ Komako Sakai (Ill.): Der Bär und die Wildkatze
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
Moritz Verlag 2009
56 S., € 14,90

Ein ergreifendes Bilderbuch aus Japan über Einsamkeit, Kummer und Verlust, an dessen Ende ein Neuanfang steht. Der beste Freund des Bären, der kleine Vogel, stirbt und Bär muss das verkraften. Das gelingt ihm erst mit Hilfe von Wildkatze. Zart und zurückhaltend wie die erzählte Geschichte sind auch die Illustrationen, meist schwarz-weiß mit sehr dezentem Gebrauch von Farben. Die Blätter des Buches muten ein wenig wie Packpapier an in ihrer feinen Musterung, die Illustrationen sind als meist ovale Vignetten in die Seiten gesetzt, zart umrahmt wie mit Kreide. Man muss schon genau schauen, um alles zu entdecken.


Tamar Verete-Zehavi: Aftershock. Die Geschichte von Jerus und Nadira
Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler und Eldad Stobezki
cbt, 2009
208 S., 12,95 €

Jerus und Nadira treffen sich nur einmal, vor dem Supermarkt, dann zündet Nadira ihren Sprengstoffgürtel und Jerus stirbt. Ihre 15jährige Freundin Ella überlebt, aber das Leben ist nicht mehr so, wie es war. Ella fehlt ihre beste Freundin, sie macht sich Vorwürfe und sie kann einfach nicht verstehen, warum eine 18-Jährige zur Selbstmordattentäterin wird. Wer war diese Nadira – hat sie sich geschminkt? War sie hübsch? Hatte sie einen Freund? Die Eltern, die Psychologin, alle wollen Ella helfen wieder in ihr Leben zurück zu finden, aber Ella weiß eigentlich selbst, was sie tun muss, sie nimmt Kontakt auf zur Familie der Attentäterin. Kein leichtes Unterfangen! Eine präzise und spannend erzählte Geschichte, die mehr vom Nahostkonflikt und von den Verwerfungen in der israelischen Gesellschaft erklärt als jeder politische Kommentar.


Troy Blacklaws: Malindi
Aus dem Englischen von Michael Kleeberg
liebeskind, München 2008
288 S., € 19,80

In einfühlsamen Momentaufnahmen erzählt Blacklaws eine Geschichte über das Erwachsenenwerden in Südafrika, einem Land, das wunderbar farbenfroh und doch voller Schatten ist. Durch einen Sportunfall tötet der Vater seinen Sohn. Erzählt wird das von dem nun verwaisten Zwillingsbruder. Die Familie zerbricht an dem Unglück. Mutter und Sohn ziehen aus Kapstadt fort  in die lebensfeindliche Halbwüste Karoo. Hier in der konservativ-rassistischen Umgebung versucht der Erzähler erwachsen zu werden und sein Trauma zu überwinden. Erste sexuelle Erfahrung und die absolute Rechtlosigkeit der farbigen Bevölkerung wird thematisiert. Sehr vielschichtig und – absolut ergreifend!


Aufwachsen in der „Rainbow Nation“

Eva Massingue empfiehlt Im Schatten des Zitronenbaums von Kagiso Lesego Molope (aus dem Englischen von Salah Naoura. Zürich, NordSüd Verlag, Reihe Baobab).

Das Mädchen Tshidiso lebt im Township in Pretoria bei ihren Tanten ein zurückgezogenes Leben. Die Tanten haben sich vom engen Leben der Community abgegrenzt und stehen unter dem Verdacht, verrückt zu sein oder gar der Hexerei nachzugehen. Auch von Tshidiso sollen sich die anderen Kinder fern halten. Diese versteckt sich oft im Zitronenbaum ihres Grundstücks und belauscht die Nachbarn – auch dies eine Schule des Erwachsenwerdens.
Dann ändert sich Tshidisos Leben überraschend. Es sind die für Südafrika so entscheidenden Jahre des Wandels, 1989/90, und die Tanten beschließen, das Mädchen auf eine private gemischte Schule in der Stadt zu schicken. Tshidiso betritt eine neue Welt, nicht nur die weißen Mädchen sind so anders, auch die katholischen Nonnen, die in dem Konvent unterrichten, und sogar die schwarzen Mädchen aus der Stadt sind anders – doch Tshidiso wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich eine Freundin zu haben! Eine Gratwanderung für den verunsicherten Teenager. Eigentlich geben sich alle große Mühe, der „rainbow nation“ eine Chance zu geben, bis eines Tages ein kleiner Zwischenfall beim Netzballspiel zu einer großen Herausforderung wird: Ein schwarzes Mädchen hat ein weißes geschlagen, die Schule ist in Aufruhr, die Eltern mischen sich ein, die Zeitungen berichten …
Seinen Platz in der Welt zu finden ist für jeden Heranwachsenden nicht einfach, der Weg dahin mit Unsicherheit, Frustration und Irrtümern gepflastert. Für eine junge Schwarze zur Zeit des sich wandelnden Südafrikas vom Apartheidstaat in eine moderne Demokratie ist es ungleich schwerer – aber durchaus möglich!


Klein aber oho!

Eva Massingue hat sich das neue Bilderbuch des tansanischen Autors John Kilaka Der wunderbare Baum (aus dem Englischen von Barbara Brennwald, Zürich NordSüd Verlag, Reihe Baobab) angeschaut und war bezaubert. 

Es herrscht Hungersnot im Reich der Tiere, nichts gibt es mehr zu essen, nur ein einziger großer Baum ist noch voller Früchte – nur kommt keiner an diese heran. Die weise Schildkröte wird wohl wissen, was da zu tun ist, aber zu ihr zu gehen und sie zu fragen, das traut man der kleinen Häsin nicht zu, das müssen größere Tiere tun. Aber Büffel, Elefant, Löwe, Giraffe versagen kläglich, also schicken die Tiere zuletzt doch die Häsin und die zeigt sich sehr gewitzt.
Nach Frische Fische und Gute Freunde ist dies die dritte Geschichte aus Tansania, die John Kilaka nacherzählt und illustriert hat. Der Wert der Freundschaft und Harmonie in der Gemeinschaft waren bisher seine Themen, in Der wunderbare Baum ist es der Hinweis darauf, dass man die Kleinen, Unscheinbaren nicht unterschätzen sollte.
Kilakas Art der modernen Tingatingamalerei ist witzig, frisch, leuchtend farbig, das Bilderbuch bezaubert.


Das Mädchen aus dem Lotos

Lian von Chen Jianghong (Aus dem Französischen von Erika und Karl A. Klewer, Moritz Verlag, Frankfurt 2007) hat Antje te Brake gefallen. Nicht nur wegen der Illustrationen.

Lian ist ein kleines Mädchen, das in einer Lotusblüte lebt. Eine alte Frau hatte die Samen für diese Lotusblume dem armen Fischer Herr Lo geschenkt, weil er sie bei einem Gewitter sicher über den See gebracht hatte. Lian hat einen Zauberlotus und zaubert damit viele Fische in den See, sie verschönert auch Herr Los Boot und zaubert wundervolle Speisen auf den Tisch. Dies beschert Herrn Lo mächtige Neider – die Tochter des Präfekten will Lian und den Zauberlotus unbedingt für sich haben. Doch dann kommt alles anders, denn Habgier und Unrecht zahlen sich im Leben nie aus... Die fein gezeichneten, zauberhaften Bilder des Autors lassen Lians Geschichte noch eindringlicher wirken und regen sicher die Phantasie jedes kleinen Lesers an.


Geburtstag feiern in Mexiko

Ein Buchtipp von Antonia Stock: Carmen Lomas Garza Eine Piñata zum Geburtstag – Una piñata para el cumpleaños. ( überarbeitete Neuauflage, deutsche Bearbeitung von Helene Schär, Übersetzung ins Spanische Josefina Torró Eicheberger, Baobab NordSüd Verlag Zürich 2009.)

Mit farbenfrohen Bildern erzählt die texanisch-mexikanische Künstlerin Carmen Lomas Garza über das alltägliche Leben einer mexikanischen Familie, über deren Feste und Traditionen. So erfahren wir, was eine Piñata ist, wie Empanadas und Tamales gekocht werden und wie wichtig der 15. Geburtstag für ein mexikanisches Mädchen ist. Die kurzen Texte auf Spanisch und Deutsch eignen sich zum Vorlesen und für Erstleser in beiden Sprachen und natürlich auch zum Spanischlernen. Praktisch für alle Lehrer und Lehrerinnen sind die Unterrichtsmaterialien mit Informationen zur Autorin und zum Land, didaktischen Überlegungen und Arbeitsblättern.


Aufwachsen in Malaysia – im Comic

Eva Massingue empfiehlt Kampung boy. Ein Frechdachs aus Malaysia von "Lat" Dato‘ Mohd Nor bin Khalid (Aus dem Englischen von Zaini Zahari und Albert Hoffmann; Horlemann Verlag, Bad Honnef 2008)

Einer der bekanntesten Cartoonisten Südasiens erzählt hier in kräftigen, ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Zeichnungen von einer verschwundenen Welt. Mat wächst in den 50er Jahren in einem traditionellen malaysischen Dorf auf. Erzählt wird von den kleinen Abenteuern des Jungen, vom Angeln, der Schule, von Ausflügen. In einer sehr humorvollen, lakonischen Art und mit expressiven Zeichnungen bringt uns Lat nahe, wie es war, als muslimischer Junge aufzuwachsen – ein erzählender Comic, an dem auch Kinder, mehr aber noch Erwachsene ihr Vergnügen finden werden.


Ein fairer Appell...

Schwarzer Vogel, süße Mango (Aus dem Amerikanischen von Birgitt Kollmann; Belz & Gelberg, Weinheim Basel, 2007) von Kashmira Sheth hat Kristina Förster überzeugt.

Kashmira Sheth gewährt einen Einblick in das Leben der urbanen indischen middle-class, und zeichnet zugleich ein sensibles Porträt des Erwachsenwerdens: Jeeta ist 16 Jahre alt und ihre Mutter versucht fieberhaft, gute Partien für ihre zwei älteren Schwestern zu finden – Jeeta selbst wäre die nächste. Wenn sie doch nur nicht so einen Dickschädel
hätte …
Die Autorin versteht es, auf humorvolle Weise die Lebenswelt eines jungen Mädchens zu beschreiben, das den Traditionen zum Trotz ihren eigenen Platz in der Welt sucht. Ohne eine flache Indien-Ästhetik zu bedienen, nähert Kashmira Sheth sich ihrem Thema mit Respekt und entwirft so eine lebendige Geschichte, die Spaß macht und fesselt – unabhängig vom Alter des Lesers!


Nicht nur etwas für "Freshnies"...

...findet Sebastian Sell: Er hat die Comic-Reihe Aya (Aus dem Französischen von Kai Wilksen. Carlsen Verlag. Hamburg 2006) von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie gelesen.

 

Afrika, so liest man schon im Vorwort, ist mehr als nur eine schreckliche Nachricht nach der anderen. Ja! Afrika ist selbstbewusst, pulsierend, lebendig und strotzt nur so vor Frische und Jugendlichkeit. So auch Aya und ihre Freunde aus Abidjan. Die Autorin Marguerite Abouet und der Illustrator Clément Oubrerie führen mit ihrer Graphic-Novel-Serie Aya mitten hinein in das Durcheinander der Halbstarken aus Westafrika und zeigen ohne zu beschönigen, wie selbstbewusst diese Kids ihre alltäglichen Hürden meistern. Ein sinnlicher Genuss afrikanischer Lebensfreude, der nicht nur  junge „Freshnies“ bereichern kann.


Was bitte ist ein Entodil?

Allen, die neugierig geworden sind, empfiehlt Sarwat Noor Gui-Gui das kleine Entodil ( Aus dem Chinesischen von Barbara Wang, Fischer Schatzinsel, Frankfurt am Main 2008) von Chih-Yuan Chen.

Gui-Gui ist ein Entodil: Ein Krokodil, das als Ei in ein Entennest gerät und als Teil der Entenfamilie großgezogen wird. Natürlich ist Gui-Gui anders als seine „Geschwister“, doch daran stört sich niemand, und so lernt Gui-Gui alles, was eine Ente können muss: schwimmen, tauchen und watscheln. Dann jedoch kommen richtige Krokodile vorbei und wollen Gui-Gui dazu bringen, ihnen seine Familie zum Mittagessen auszuliefern.
Gui-Gui das kleine Entodil
ist ein schlaues Buch und rundherum gelungen. Es zeigt Kindern wie Erwachsenen, dass es letzten Endes nicht darauf ankommt, woher man kommt, sondern wohin man gehen will. Der taiwanesische Autor Chih-Yuan Chen schafft damit ein Plädoyer für das Bekenntnis zum Anderssein, für Toleranz und Willensfreiheit.


Eine chinesische Kindheit

Alexandra Schlossarek hat Seidenraupen für Jin Ling von Huang Beijia ( Aus dem Chinesischen von Barbara Wang und Hwang Yi-Chun, NordSüd Verlag, Zürich 2008.) gelesen.

Seidenraupen für Jin Ling bietet einen interessanten Einblick in das Zusammenleben einer chinesischen Kleinfamilie. Denn durch die gegenwärtige „Ein-Kind“-Politik liegt die gesamte Hoffnung, aber auch der Druck auf den Schultern des Einzelkindes. Die Eltern hoffen natürlich auf gute Leistungen, die den Zugang zu den besten Schulen garantieren. Aber Jin Ling erbringt diese nicht zur vollen Zufriedenheit der Mutter. Die Autorin Beijia hat diese Geschichte aus ihren eigenen Erfahrungen heraus geschrieben und sie macht eindrucksvoll bewusst, unter welch enormem Leistungsdruck die Eltern, die Lehrer, aber vor allem die Kinder stehen.


Fressen Tiger Gras? von Hyeon-Jeong An (Autorin), Se-Yeon Jeong (Illustratorin) und Gil-Won Kim.
Übersetzt von Hans-Jürgen Zaborowski, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main, 2008.

Dass Wissensvermittlung nicht trocken sein muss, beweist dieses Sachbuch für Kinder einmal mehr. Sprachlich verständlich und ausdrucksvoll illustriert werden die Nahrungskette und das Ökosystem so erklärt, dass Kinder einen Eindruck der Komplexität der Natur bekommen und auch Erwachsene noch etwas lernen können.
Fast schon philosophisch ist die Zusammenfassung des natürlichen Kreislaufs durch den Satz: „Genau besehen frisst auch der Tiger Gras, und das Gras frisst auch Tiger, oder etwa nicht?“. Für die sachliche Richtigkeit sorgt der Biologe Gil-Won Kim, der am Ende des Buches noch eine Zusammenfassung liefert.

Sarwat Noor

Weitere Bücher aus der Reihe „Kleine Entdecker“ von Fischer Schatzinsel:

  • Alle sind am Anfang klein: Wie Lebewesen sich verändern, wenn sie wachsen (Gebundene Ausgabe)
  • Bleibt die Zeit auch manchmal stehen? Über unseren Zeitbegriff (Gebundene Ausgabe)
  • Wie die Tiere miteinander reden: Über die verschiedenen Arten der Tierkommunikation (Gebundene Ausgabe)


Wann kommt Mama? von Lee Tae-Jun (Autorin) und Kim Dong-Seong (Illustrationen)

Das koreanische Bilderbuch Wann kommt Mama? aus der Reihe Baobab des NordSüd Verlages ist für den diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und steht damit auf der Auswahlliste der Kritikerjury in der Sparte Bilderbuch.
Die einfache Geschichte behandelt ein universales Thema: An der Straßenbahn Haltestelle wartet ein Kind in der Kälte auf seine Mutter, die Strassenbahn kommt und geht – aber wo bleibt die Mutter?
Der koreanische Schriftsteller Lee Tae-Jun (1904–1956) hat die Geschichte 1938 für eine der letzten Zeitungen in koreanischer Sprache unter der japanischen Besetzung verfasst. Die Zeichnungen zur Geschichte hat der Illustrator Kim Dong-Seong (*1970) für die im Jahr 2004 erschienene koreanische Originalausgabe entworfen. Er hat sich bei den Bildern an der traditionellen koreanischen Malerei orientiert und zeigt das Seoul der 1930er-Jahre. Das Bilderbuch verspricht ohne viele Worte ein hoffnungsfrohes Ende – aber nur für den aufmerksamen Betrachter, denn die Mutter mit dem Kind an der Hand ist im letzten Bild zu finden.

Das Bilderbuch Wann kommt Mama? erschien im Herbst 2007 beim NordSüd Verlag in der Reihe Baobab. Herausgeber ist der Kinderbuchfonds Baobab.

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